Die ignorierte Katastrophe – Plädoyer für eine Ökodiktatur

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Termin eingereicht von:
NPR

Datum/Zeit
18.03.2017
19:30 - 22:30

Veranstaltungsort
Annagasse
Annagasse 8/1/8
Wien - Österreich

Kategorien


Dirk C. Fleck ist ein renommierter und preisgekrönter Autor.
Für seine Bücher „GO! – Die Ökodiktatur“ erschienen 1993 und „Das Tahiti-Projekt“ erschienen 2008 erhielt er den deutschen Science Fiction Preis.
Seine Bücher sind zum Teil düstere, aber auch hoffnungsvolle Prophezeiungen einer möglichen Zukunft, die der Menschheit bevor stehen kann, wenn die willkürliche Zerstörung von Leben, von Natur, für Macht und Geld mit gleicher Vehemenz fortgeführt wird.

Mit seinem Vortrag in Wien, wird er sich einem seiner Hauptthemen, „der Ökudiktatur“, widmen.
Im Anschluss gibt es eine Diskussion an der auch auch Eric Bihl teilnehmen wird.
Eric Bihl ist Autor von Sachbücher und Vorsitzender des Equilibrismus e.V.

Der Vortrag selbst wird eine schonungslose Analyse über herrschende Verhältnisse sein.
Die Diskussion im Anschluss soll die Möglichkeit für eine positive Zukunftsvision und einen regen Austausch darüber bieten.

„Unser Leben wird sich in absehbarer Zeit dramatisch verändern: im politischen, im sozialen, im medizinischen Bereich ebenso wie im kulturellen Miteinander. Die Phänomene der Endzeit werden unseren Alltag sozusagen auf natürliche Weise durchdringen, auch wenn das Wort natürlich in diesem Kontext aberwitzig anmutet. Aber es ist nun einmal ein Naturgesetz, dass auch einstürzende Systeme ihre Dynamik besitzen. Der von den Menschen längst eingeleitete Ökozid geht an den Nerv allen Lebens. Wir sehen also: man muss gar nicht radikal denken und handeln, um zu radikalen Ergebnissen zu kommen. Für gewöhnlich reicht die pure Ignoranz einer Gefahr, um sich ihr unversehens gegenüberzusehen.
Tatsache ist, dass wir Menschen dabei sind, jegliches Leben auf diesem Planeten auszulöschen – wissentlich. Das ist vorsätzliche Tötung. Wir befinden uns inmitten einer hausgemachten ökologischen Explosion. Es bedarf wenig Phantasie, um sich vorzustellen, dass wir es mit Verhältnissen zu tun bekommen, die man getrost als diktatorisch bezeichnen darf. Auf der Strecke blieben sämtliche demokratischen und humanistischen Prinzipien, derer wir uns so selbstgefällig rühmen. Diesen Preis haben nicht wir als die Schuldigen, sondern unsere Nachkommen zu bezahlen.
Eine Ökodiktatur, wie ich sie notgedrungen kommen sehe, ist nicht mit herkömmlichen moralischen Maßstäben zu messen. Moral taugt nichts angesichts des kollektiven Untergangs. An dieser Stelle wird Politik zum Notwehrreflex. Die freie Gesellschaft hat demnächst ausgedient. Unsere Kinder drohen zu Überlebensmonstern zu mutieren, die es durch straffe Herrschaftsstrukturen unter Kontrolle zu halten gilt. Nicht mehr und nicht weniger.“
Dirk C. Fleck

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