Ein Sieg des Friedens in Petersburg

 Kerenski auf der Flucht, die Minister verhaftet und die Regierung gestürzt.  Petersburg hat einen neuen Herrn. Er heißt Lenin und will den Frieden. Für ihn sind die Arbeiter und die Soldaten, für ihn auch die Bauern, für ihn die gesellschaftlichen Kräfte, die im März den Zaren gestürzt haben und von denen die Botschaft in die Welt gekommen ist: Die Revolution…

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Sieg Lenins – Die Russische Revolution

Nach der Sensationsmeldung von der Erhebung der Maximalisten, die eine neue Phase in der russischen Revolution anzukünden schien, haben die Nachrichten plötzlich gestockt. Seit Freitag funktioniert der offizielle Petersburger Draht nicht mehr, und bis zu der Stunde, wo diese Zeilen geschrieben werden, liegt noch keine offizielle Mitteilung über die Entwicklung vor, die die Dinge in Rußland… Die Irrwege der Revolution. Wien,…

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Kaiser Willhelm II. – Der Umsturz und Deutschlands Zukunft 1/1

Was unsere Feinde über mich sagen, ist mir gleichgültig. Ich erkenne sie als Richter über mich nicht an. Wenn ich sehe, wie dieselben Leute, die mir früher in übertrieben Maße Weihrauch gestreut habe, mich heute mit Schmutz bewerfen, so kann ich höchstens ein Gefühl des Mitleids empfinden. Was ich aus der Heimat Bitteres über mich höre, enttäuscht mich. Gott ist…

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Die Britische Intervention bei der Ausreise Kaiser Karls aus Österreich

Die britische Politik beschäftigte sich in den Wochen vor und nach der Eröffnung der Pariser Friedenskonferenz nur wenig mit Österreich betreffenden Problemen und zeigte nur wenig Neigung, sich in die noch nicht übersehbare politische Entwicklung Mitteleuropas einzumischen. Es muß deshalb als eine Ausnahme mit besonderem Hintergrund angesehen werden, wenn sich das Foreign Office und die britische Delegation… …in Paris Anfang…

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Kaiser Wilhelm II. – Die Schuldfrage 1/3

Die Geschichte kennt kein Beispiel, das man mit dem Weltkriege 1914/1918 vergleichen könnte. Sie kennt aber auch kein Beispiel für die Verwirrung, die über die Ursachen entstanden ist, die zum Weltkriege führten. Das ist um so erstaunlicher, weil der große Krieg eine hochkultivierte, aufgeklärte, politisch geschulte Menschheit vorfand, und weil die Ursachen zum Weltkriege klar und offen liegen. Auch die…

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Kaiser Wilhelm II. – Die Schuldfrage 2/3

  Der große Gewinn, den Amerika aus dem Weltkriege gezogen hat, liegt darin, daß die Vereinigten Staaten nahezu 50% des Goldes der ganzen Welt an sich ziehen konnten, so daß jetzt der Dollar an der Stelle des englischen Pfund den Wechselkurs in der Welt bestimmt.   Aber auch daraus ist keinerlei Vorwurf herzuleiten, denn auch jeder andere Staat, der dazu…

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Kaiser Wilhelm II. – Die Schuldfrage 3/3

….noch in England vereinzelt sind, müssen immer wieder als Belege dafür herangezogen werden, daß wir nicht die Schuld tragen. Gewiß sind unsere politischen und diplomatischen Operationen im Laufe der Jahrzehnte nicht fehlerlos angelegt und durchgeführt worden. Aber wo Fehler von uns gemacht wurden, gingen sie doch stets aus der übergroßen Sorge um die Erhaltung des Weltfriedens hervor. Solche Fehler sind…

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Kaiser Willhelm II. – Der feindliche und der neutrale Gerichtshof 1/1

Als die Forderung der Entente, daß ich und die deutschen Heerführer ihr zur Aburteilung vor ihren Gerichten ausgeliefert würden, bekannt geworden war, habe ich sofort erwogen, ob ich, ehe das deutsche Volk und die deutsche Regierung sich zu diesem Ansinnen geäußert hätten, durch eine Selbststellung meinem Vaterlande nutzen könnte.   Es war mir klar, daß nach der Absicht der Entente…

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Kaiser Wilhelm II. – Kriegsende und Abdankung 1/2

Wenige Tage nach dem 8. August 1918 berief ich einen Kronrat, um Klarheit über die Lage zu gewinnen und die daraus zu ziehenden Schlüsse für die vom Grafen Hertling zu befolgende Politik ziehen zu können. Die Oberste Heeresleitung billigte den Gedanken, daß der Reichskanzler die Möglichkeit einer Annäherungsaktion an den Feind ins Auge fassen solle, betonte aber die Notwendigkeit, zuvor…

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Kaiser Wilhelm II. – Kriegsende und Abdankung 2/2

Inzwischen hatte ich den Zivilkabinettschef v. Delbrück nach Berlin gesandt, um dem Kanzler eine allgemeine, auch zu Veröffentlichung bestimmte Ordre vorzulegen, die meine vom Kanzler nicht publizierte Ansprache an das Ministerium ersetzen, breiter behandeln und meine Stellung zur Regierung und zur Neuorientierung vor der Öffentlichkeit darlegen sollte. Der Kanzler unterließ zunächst auch die Veröffentlichung dieser Ordre. Erst mehrere Tage später…

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