Ich schaue nicht auf die sozialen Konsequenzen meines Tuns

Ein Interview am 20. Dezember 1998 offenbart wie George Soros tickt. Andrew Cockburn, Ehemann der Filmproduzentin Leslie Cockburn („The Peacemaker“), interviewte den Spieler und Spekulanten Soros für die Dokumentation „60 Minutes“.  Eine nicht gern gesehenes Video auf  Youtube, da es immer wieder gelöscht wird. Wir haben daraus fünf aufschlußreiche Minuten übersetzt.

 


Sollte das Video auf Youtube nicht mehr verfügbar sein bitte diesen Link


Cockburn: Von allen Philanthropen des 20. Jahrhunderts ist keiner „komplexer und mysteriöser“ als George Soros, wie andere z.B. Carnegie, J.P. Morgan und die Rockefellers. Er erzielte Mrd. Profite durch skrupellose Spekulationen – um auf der anderen Seite das Geld für seine eigenen „Geschäftsideen“ wieder auszugeben.

Er kann die Weltfinanzmärkte nur durch seine Meinung bewegen  – und Regierungen destabilisieren, indem er deren Währung kauft und verkauft. Er hat letztes Jahr Russland durch sein Engagement mehr geholfen als die Regierung der USA.  Aber nun ist George Soros „besorgt, weil er meint, dass die Wirtschaft zusammenbricht – und dass man die Welt vor Leuten – wie George Soros – schützen muss!

Soros: Wir glauben dass alles in Ordnung sei, aber es ist Fakt, dass das „System“ kaputt ist. Man muss es reparieren.

Cockburn: Was Sie verlangen, ist eine Art der Regulierung gegen Sie selbst?

Soros: Nun, ich bin ein „Player“ und ich denke, dass alle Players reguliert werden sollten. Es muss Regeln für das „Spiel“ (die Finanzmärkte) geben.

Erzähler: Soros wettet riesige Summen auf Länder und deren Wirtschaft – letztes Jahr begann er die Währung Thailands zu „verkaufen“, viele „Investoren (Hedefonds/ Investmentbanken) aus Hongkong usw. folgten und verursachten eine große Depression in Asien.

Cockburn: Die letzten 2 Jahre wurden sie für den Kollaps des Finanzsektors in Thailand, Malaysia, Indonesien und Japan und Russland beschuldigt.

Soros: Alle?

Cockburn: Sind Sie so mächtig?

Soros: Ich denke, das ist ein großes Missverständnis.

Cockburn: Der Premierminister von Malaysia sagte: die Region hat 40 Jahre gebraucht, um die Wirtschaft aufzubauen und dann kommt ein „Idiot wie Soros“ daher mit einem Patzen Geld und alles ist vorbei! Er nannte Sie einen „Verbrecher“?

Soros: Es ist leicht für ihn, eine außenstehende „Macht“ zu beschuldigen, als zuzugeben, dass sie selbst ihre Wirtschaft und Währung ins Chaos stürzten. Der französische Finanzminister meinte, man soll die „Spekulanten am Laternenpfahl“ aufhängen.

Erzähler: Soros meinte, dass die Währungen kollabiert wären, auch wenn er nicht in den Markt eingegriffen hätte.  Sie wären überbewertet gewesen. Er meinte, Spekulanten folgen seiner „Meinung“, weil es sehr erfolgreich ist.

Soros: Ich denke, man kann mich nicht für alles verantwortlich machen. Im Grunde bin ich da, um Geld zu verdienen. Ich kann nicht und schaue nicht auf die sozialen Konsequenzen, bei dem was ich tue!

Erzähler: Als in Russland der Markt zusammenbrach, war Soros der größte Einzel-Investor mit 2 Mrd. Dollar. Er bat das US-Finanzministerium mit 7 Mrd. Dollar den Rubel zu stützen. Das wurde nicht umgesetzt, so schrieb Soros einen Brief an die Financial Times in London, der Rubel müsse um ca. 25% abwerten . Ein paar Worte von Soros reichten aus, Panikverkäufe zu verursachen und den Crash zu befeuern.

Cockburn: Die Aussagen, die sie machen haben schwerwiegende Konsequenzen. Für mich sieht es aus, dass wenn Sie eine Position gegen die Währung eines Landes einnehmen und ein öffentliches „Statement“ abgeben, dass danach das ganze Land auseinanderbricht.

Soros: Es ist tatsächlich eine enorme Verantwortung und auch eine demütigende Erfahrung, weil ich versuche, das Richtige zu tun und manchmal ergibt sich in dem was ich tue, eine unbeabsichtigte negative Konsequenz, wie z.B. in Russland.

Erzähler: Letzten Monat brachte er die Frist Lady (Hillary Clinton) mit um einige seiner Projekte, die er finanziert, zu besichtigen. Das ist Herr George Soros. Er hilft ihrem Hospital. In diesem Jahr plant Soros fast 500 Millionen Dollar rund um die Welt zu spenden.

Cockburn: Ich sehe einen Widerspruch auf der einen Seite sind Sie der Kapitalist, der sich nicht um die sozialen Folgen seines Handels schert – andererseits sind Sie ein Philanthrop, der sich nur um soziale Anliegen kümmert. Wie lösen Sie dieses Dilemma?

Soros: Als Marktteilnehmer muss ich im Wettbewerb gewinnen! Als Mensch mache ich mir Sorgen über die Gesellschaft in der ich lebe.

Cockburn: Mit welchen George Soros spreche ich gerade? Mit dem unmoralischen oder dem moralischen George Soros?

Soros:Es ist eine Person. Eine Person die sich in unmoralischen Aktivitäten engagiert und den Rest der Zeit versucht, „moralisch“ zu sein.

Das gesamte 60 Minuten lange Interview konnten wir leider nicht finden. Ein Teil draus welchen wir verwendeten findest du unter dem Titel: „The Deleted Interview that George Soros Tried to Ban!“ via Youtube oder per Google.

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