Die berühmte Rede CHÉS vor der UNO 1964 ist aktueller den je!

Wortlaut der stark verkürzten Rede von Ernesto (Ché) Guevara vom 11. Dezember 1964 die Ché vor der UNO-Vollversammlung hielt.  Im Video hervorgehoben die imperiale Macht der USA die damals wie heute, bestimmt wird durch Krieg, Mord und Erpressung. Eine Macht die nur eine neben sich toleriert: „Sich selbst“. Aber eine Macht die sich aufzulösen beginnt. Anschließend die gesamte Rede im Wortlaut.

 

 Herr Präsident, meine Herren Delegierten,

die letzte Stunde des Kolonialismus hat geschlagen, und Millionen von Einwohnern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas haben sich erhoben, um ein neues Leben zu suchen. Sie haben ihr Recht auf Selbstbestimmung und auf unabhängige Entwicklung ihrer Länder durchgesetzt. Statt die ernsten Probleme der Welt zu lösen, will der Imperialismus dies Versammlung zu einem unnützen Redeturnier machen.

Eines der grundlegenden Themen dieser Konferenz ist die allgemeine und vollständige Abrüstung. Wir betonen unser Einverständnis mit einer allgemeinen du vollständigen Abrüstung, und darüber hinaus schlagen wir die vollständige Vernichtung aller nuklearen Waffen vor. Wir unterstützen eine Konferenz aller Nationen der Welt, um diese Bestrebungen aller Völker der Welt in die Tat umzusetzen. Unser Premierminister warnte in seiner Ansprache vor dieser Versammlung davor, dass Wettrüsten stets zum Krieg geführt hat. Es gibt neue Atommächte auf der Welt – die Möglichkeit der Konfrontation nimmt zu.

Wir vertreten die Meinung, dass eine Konferenz notwendig ist mit dem Ziel der vollständigen Zerstörung aller atomaren Waffen; als erster Schritt in diese Richtung sollte das vollständige Verbot aller Kernwaffenversuche erlassen werden. Solange die ökonomisch abhängigen Länder sich nicht von den kapitalistischen Märkten befreien und in einem festen Bündnis mit den sozialistischen Ländern nicht andere Beziehungen zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten durchsetzen, solange wird es keine solide ökonomische Entwicklung geben. Darüber hinaus wird es bei bestimmten Gelegenheiten Rückschläge geben, indem schwache Länder wieder unter die politische Herrschaft der Imperialisten und Kolonialisten fallen werden.

Unser Premierminister hat fünf notwendige Punkte aufgestellt, um zu einem sicheren Frieden in der Karibik zu gelangen.

Erstens: Beendigung der Wirtschaftsblockade und aller Maßnahmen wirtschaftlichen Druck den die USA in der ganzen Welt gegen unser Land ausübt….

….Fünftens: Rückzug von der Marinebasis in Guantanamo und Rückgabe des von den USA besetzten kubanischen Gebietes.

Die Imperialisten bereiten sich darauf vor, die Völker Amerikas zu unterdrücken und bilden die die Internationale des Verbrechens. Die USA intervenieren in Amerika unter dem Vorwand die Freiheit zu verteidigen. Der Tag wird kommen, an dem diese Versammlung (UNO) ein Maß an Reife erlangt, um von der amerikanischen Regierung Garantien für das Leben der schwarzen und lateinamerikanischen Bevölkerung zu verlangen, die in dem Land Leben, ob gebürtig oder mehrheitlich eingewandert. Wie kann man sich als Hüter der Freiheit aufspielen, wenn man seine eigenen Bürger ermordet und sie täglich wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert, die Mörder der schwarzen Freiheitlässt und sie auch noch beschützt, und dafür die schwarze Bevölkerung bestraft, weil sie den Respekt und ihre legitimen Rechte als freie Menschen einfordern?

Der Epos, der vor uns liegt, wird von hungrigen Massen der Indianer, landlosen Bauerm und ausgebeuteten Arbeitern geschrieben. Man sieht sie bereits, auf den Straßen, Tag für Tag, zu Fuß, in Märschen ohne Ende von Hunderten von Kilometern, um zu den „Olympen“ der Regierenden zu gelangen um dort ihre Rechte einzufordern. Man sieht die bereits, bewaffnet mit Steinen, Stöcken, Macheten, wie sie jeden Tag das Land besetzen, ihre Hacken in die Böden rammen, die einst ihnen gehörten und diese mit ihrem Leben verteidigen. Man sieht sie bereits, Ihre Plakate erheben, Ihre Fahnen und Parolen die verkünden:

Vaterland oder Tod!

Che Guevarra wurde am 9. Oktober 1967 um 13:10 Uhr in Vallegrande, Bolivien von einem Feldwebel der bolivianischen Armee, auf Weisung des bolivianischen Präsidenten ohne vorherige Gerichtsverhandlung exekutiert.

Foto: CIA, National Security Archive

 

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