Die neoliberale Lüge… und sein Akquisiteur

…und warum man den Neo-Strolz nicht wählen kann! Die keynesianische Lüge bzw. Paradoxie, dass im Neoliberalismus sich eine soziale Marktwirtschaft entwickelt! Der Fürsprecher und lässig burschikose, ziemlich redselige Kämpfer für die wirtschaftsliberale Welt, die sich ob ihrer entfesselten Kräfte selbst gestaltet, braucht, nach seinen Worten im Polittalk…

 

…mit der Grün-Lunacek im Puls4-Sender, doch wiederum gesetzliche Beschränkungen und, wortwörtlich, doch Strafen und verweist st(r)olz auf das Verhängen einer Milliardenbuße über dem Google-Titanen. Ja, Strafen! Nur paar Atemzüge davor er aber von einer Bestrafungspolitik absolut nix hält, sondern nur vom Anreiz schaffen, das Unternehmertum zur Kreativität motivieren und sie ungehemmt tun lassen. Lieb, wie er sich da so energisch im eigenen Wischiwaschi verstrickt. Ja, das ist sein typisch verbales Flügelheben, besser: Flatterrhetorik. „Forget him“, Strolz strotzt vor purer Lächerlichkeit und Rotzbubengehabe. Ein Larifari! Ein Clown! Ein Hans Dampf! Ein Heißluftbläser! Ein „Was-weiß-ich“, nur kein ersehnter, verantwortungsvoller Politiker.

„Tempo statt Taktik!“ Aha, das full-speedige Plakat zu den übrigen Mattscheibenpostern. Also fest aufs Gas, Flügerl ausfahren (heben) und Hirn ausschalten. Dabei verklärt gen Himmel starren, oder einfach frech rundum grinsen. Klar, Mr. Strolz, auch Tempo ist eine Art Taktik, sie Schlauberger. Wortschwallend lospreschen. Man soll ja gar nicht mitkommen bei ihrem  Animationsgeschwafel mit „rhythmischer Stachelung“. Ich möchte gern mit seiner nicht angebotenen Hilfe ein neues Adverb kreieren, im Sinne von: „Ja bist du denn schon völlig strolz?“

Nun ja, ich muss doch wieder, mangels eines erfolgreich absolvierten Ruderkurses, zurückrudern, denn beim verbalen Kampf mit dem Moser, hat sich das verbale, rumfuchtelnde „Springinkerl“ sichtlich und hörbar gemausert. Seine tremoloartige, stoßweise gepresste Stentorstimme mit zeitweise auffallender Betonung des letzten Wortes im Satz, gewinnt bereits bisserl an Format und Sachlichkeit, bleibt dennoch von ernstzunehmenden Inhalten weit entfernt. „Die Leut’ sollen sich spüren beim Geldausgeben“, unseren  Landesfürsten ein Schuss vor dem Bug angedroht; in Klammer: sich ordentlich dafür schämen sollen; also alle Geldflüsse künftig offen legen fürs Volk, was diese „strolzerweise“ sofort und gern und brav für’n Fachlehrer – dem „Matti“ – tun wollen. Er hat ja nicht ganz Unrecht, doch er unterschätzt völlig die lange Tradition der auf Autonomie beruhenden Autorität der Hauptleute.

Gut, seine so typisch psychologisch-esoterischen Schlenkerer will und kann er noch immer nicht ganz lassen. Er unterstellt Moser keinen Mumm zu haben, was eigenartigerweise niemand als persönlich untergriffig beanstandet, und er dadurch schon reformbezogen in allem umgefallen und statt Wahlkämpfer ein mittelmäßiger Ruderkursschüler zu sein, Letzteres stört auch nicht den Moderator. Aber, pfui, wie kann der Tal und seine Mitarbeiter so fürchterliche „Internet-Drecksarbeit“ gegen den so ungemein unbescholtenen Kurz verkaufen. Und da sind wir ja gleich beim Lieblingsthema der zunehmend lästigen Moderatoren:

Klar, das Silbersteindebakel musste fast schon erwartungsgemäß beim Math-Jo-Duell gleich zu Beginn – das halt zum tausendsten Mal – genüsslich am Silbertablet serviert werden. Entschuldigen soll sich der Kern, sagt Strolz. Wie bitte? Das wäre ja glattes Eingeständnis! Liebe Gegenkandidaten, warum eigentlich, wenn bislang weder die „Heimseitenherkunft“, noch die Auftraggeber ermittelt wurden! Und überhaupt, die geschäftstüchtige Silberstein-Agentur belieferte noch weitere zwei Parteien, nämlich die ÖVP und die Neos. Und da liegt auch der Verdacht nahe und ist ebenso legitim, dass da mit gefälschten Facebookeinträgen gegen die SPÖ taktiert wurde. Technisch heute ein Klacks. Und solche Vorwürfe, ihr „Rosenquarzer“ und „Schwarztürkise“, wären dann die mieseste Art von Diffamierung!

Gott sei Dank sickert langsam die Wahrheit durch, dass da der Kurz langfristig in dieser Schweinerei selbst verstrickt ist und die „Anzettelung“ und Puschen des Skandals sich als Eigentor entpuppt. Nicht der Kern, was so manche gern hätten, sondern Kurz wäre jetzt rücktrittsreif (wörtlich laut HC Strache) und ab retour in die Grundschule und 100mal schreiben, was man nicht tun darf, nämlich vorlaut sein und schummeln!

Apropos aktuelle Wahlwerbung, die auf Stufe Null bis Minus rangiert

Generell gilt: Wehleidigkeit und übertriebene Fairness sind in einem Wahlkampf nicht angebracht, noch weniger die allseits merkbare Scheinheiligkeit in Bezug auf Moral und Respekt. Na und, Kurz wurde da unter anderem mit langer Nase des Pinocchio dargestellt; wow, wie bös! Da müsste man ja jeden Karikaturisten vor den Kadi zitieren! Und was macht der F-Strache die ganze Zeit? Faire, seriöse, nette Plakatwerbung? Lächerlich diese Aufregung um „Dirty Campaignings“! Schlammschlachten, Anpatzerei’n und Schmutzkübelkampagnen waren und sind nun mal Teil des „politischen Geschäfts“ und das ist bei weitem nicht meine Meinung allein! Und, schon den US-Wahlkampf um die Präsidentschaft vergessen? Da ging es weit schlimmer und untergriffiger zu. Selbstverständlich wären mir sachbezogene Inhalte lieber und eine parteiideologische Profilschärfung. Die meisten interessiert nicht die „Überschneidung“, die leidlich im ORF wiedergekäuten „Schnittmengen“, was ja schon wieder auf eine bevorstehende Koalitionsschleimerei abzielt, sondern was die politischen Organisationen trennt.

Tatsache ist, dass die Qualität der Wahlwerbung bereits in die untersten Kelleretagen gesunken ist, also sich auf Katakombenniveau befindet, fleißig unterstützt und forciert durch die Medien. Kindisch, primitiv und inhaltsleer. Tiefer geht es nicht mehr! Man hält das Wahlvolk scheinbar für vollkommen blöde. Und zudem kauft man sich viel zu teuer eine sichtlich letztklassige PR aus dem Ausland und ich wiederhole, dass das wirklich kein Mensch mit noch halbwegs funktionierendem Verstand versteht, auch wenn ein Josef Kalina beim Wolf diese Gepflogenheit nicht so verwerflich findet und dies seiner Meinung nach zum „normalen Hausgebrauch“ gehört. Nur, man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen, ein und dieselbe Agentur beliefert mehrere, scheinbar konkurrierende Kunden und da kommt nicht Argwohn auf??? Werbung, vor allem politische, sollte aus Überzeugung kommen und nicht aus purem Geschäftssinn, was wiederum zeigt, wie tüchtig darin gewisse „Kohlescheffler“ sind…

Nur, die Anpatzerei zwischen Schwarz und Rot, das so auffallend 14 Tage vor der Wahl, dünkt eigenartig. Die Gefahr einer weiter stagnierenden Wahlbeteiligung ist groß… vielleicht ist das Absicht und der Urnengang konzentriert sich auf die „sicheren“ Sympathisanten der einzelnen Listen und Parteien. Heißt, es könnte eine reine „Mitgliederwahl“ werden. Und hier ist wiederum ein Thema, dass von Inhalten ablenkt.

An den Wrabetz-ORF adressiert: Und wiederum eine Auseinandersetzung, gepfercht in ein Themen- wie Zeitkorsett, die so in der Art ungemein nervt und jegliches, aufkeimendes Rivalitätsduell schon im Ansatz verhindert. Dafür viel zu lange per Fragenkatalog an der Transparenz gehangen, zu lange über regionale Unabhängigkeiten fremder Länder diskutiert. Interessiert vor den Wahlen nämlich niemand. Die Störfriede Leitner und Reiterer könnte man sich getrost ersparen, eine bewusst harsche Kritik an die Redaktion, nämlich als Beispiel, wie man eine erwartet dynamische Diskussion verhindert! Das Schlimmste und Dümmste ist, wenn ein/e Dritte/r  eine Konversation steuert und kontrolliert. Niemand interessieren die aufgesetzten Fragen der Studiotanten und Onkels, sondern das, was eine werbende Partei nach ihrer Ideologie gesellschaftlich weiterbringen will und dafür im Dialog mit dem Widerpart kämpft. Es dürfen verbal „die Fetzen fliegen“, lieber ORF mit stark beworbenem Bildungsauftrag, der du in Wahrheit Bildungsmanipulation betreibst.

Zurück zum Titel neoliberal und seine missbrauchte Begriffsauslegung.              

Das Tückische am Wortgebrauch “neoliberal“ ist, dass ausschließlich „wirtschaftsliberal“ und das ganz ohne „neo“ gemeint ist; und da geht es bis nun um den so und so kaum reglementierte Handel, der so genannte „freie“ Handel, von der Ware und Dienstleitung bis hin zum Geld, und der soll nach den Vertretern dieser Ideologie am liebsten total enthemmt werden, ähm, entfesselt, wie es der Kammer-Leitl erträumt. Unter diesem Diktat stöhnt die ganze Welt und lasst Millionen Menschen dem Hungertod sterben und da kommt das „Rumpelstrolzchen“ und will noch mehr desselben??? Die Neoliberalen sind die, die die Scholastik (längst überholte Gesellschaftsphilosophie) als moderne, „neoe“ Weltanschauung verkaufen. Der Liberalismus hat bis heute die sozialen Belange nicht gelöst, sondern im Gegenteil, sie verschärft. Liberal, quasi frei, das galt und gilt noch immer nur für die kleine, privilegierte und vermögende Schicht, die sich  ausschließlich dazu auserwählt fühlt, die so genannte Freiheit als ihr Exklusivrecht beansprucht. Pathologischer Egoismus pur!

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