Kaiser Willhelm II. – Der feindliche und der neutrale Gerichtshof 1/1

Als die Forderung der Entente, daß ich und die deutschen Heerführer ihr zur Aburteilung vor ihren Gerichten ausgeliefert würden, bekannt geworden war, habe ich sofort erwogen, ob ich, ehe das deutsche Volk und die deutsche Regierung sich zu diesem Ansinnen geäußert hätten, durch eine Selbststellung meinem Vaterlande nutzen könnte.

 

Es war mir klar, daß nach der Absicht der Entente die Auslieferung das staatliche und völkische Ansehen Deutschlands für alle Zeiten so schwer erschüttern sollte, daß wir niemals wieder gleichberechtigt, gleich würdig, gleich bündnisfähig in die uns gebührende erste Reihe der Völker einrücken könnten. Ich kannte meine Pflicht, die Ehre und Würde Deutschlands nicht preiszugeben. Es kam darauf an, zu entscheiden, ob es möglich war, Voraussetzungen für eine Selbststellung zu schaffen,  die einen  Nutzen für das deutsche Volk brachten und jene Nachteile ausschalteten. In diesem Falle wäre ich ohne zaudern bereit gewesen, den schon gebrachten Opfern ein weiteres hinzuzufügen.

Der Vorschlag der Selbststellung ist, wie ich weiß, auch in wohlmeinenden deutschen Kreisen ernsthaft erwogen worden. Wo es sich dabei um Auswirkungen psychologischer Depression oder um die Verkennung des Eindrucks handelte, den Selbstkasteiung, Selbsterniedrigung, unfruchtbares Martyrium der Entente gegen über hervorrufen mussten, brauchte man nur den oben kurz gestreiften realpolitischen Ursprung der Ententeforderung heranziehen, um zu klarer Entscheidung, nämlich zu strikter Ablehnung zu gelangen.

Anders lag es bei den Erwägungen, die von der Annahme ausgingen, ich könne, indem ich die Verantwortung für alle großen Entscheidungen und Handlungen meiner Regierung, die im Zusammenhange mit dem Kriege stehen, vor aller Welt übernahm, das Schicksal des deutschen Volkes erleichtern helfen. Nicht an einem Akt unpolitischer Sentimentalität war gedacht, sondern im Gegenteil an eine Tat, dir für mich viel Bestechendes hatte. Die formale Rücksicht, daß nach der damaligen Rechtsverfassung nicht ich, sondern bekanntlich allein der Reichskanzler die Verantwortung trug, hätte mich dabei nicht gestört.

Wenn auch nur die geringste Aussicht bestanden hätte, durch einen solchen Schritt eine Verbesserung der Lage Deutschlands herbeizuführen, so wäre für mich persönlich eine Zweifel um mein Handeln nicht möglich gewesen. Meine persönliche Opferfähigkeit hatte ich ja schon bewiesen, indem ich außer Landes ging und meinem und meiner Väter Thron entsagte, weil mir irrtümlich und täuschend versichert worden war, daß ich dadurch meinem Volke bessere Friedensbedingungen ermöglichen und den Bürgerkrieg ersparen würde. Ich hätte diesen neuen Versuch, meinem Volke zu helfen, auf mich genommen, obwohl sich inzwischen die eine der mir gegenüber geltend gemachten Erwartungen, nämlich die Vermeidung des Bürgerkrieges, bereits als falsch herausgestellt hatte.

Die Möglichkeit, dem deutschen Volke durch eine solche Tat zu helfen, bestand aber nicht. Die Selbststellung hätte kein anderes Ergebnis gehabt wie die Erfüllung der Auslieferungsforderung des Feindes. Den kein Gerichtshof der Welt kann zu einem gerechten Urteil gelangen, bevor nicht die Staatsarchive aller am Kriege beteiligt gewesenen Staaten  geöffnet werden; wie das von deutscher Seite schon geschehen ist und noch weiter geschieht. Wer aber konnte nach dem unerhörten Diktat von Versailles noch den Optimismus aufbringen, daran zu glauben, daß die Entente Staaten für jenen Gerichtshof ihre Geheimakten zur Verfügung gestellt hätten!

Deshalb kamen bei mir nach sorgsamer Prüfung die schon erwähnten gewichtigen Gründe der persönlichen und der nationalen Würde und Ehre zu der ihnen gebührenden ausschlaggebenden Bedeutung. Ich mußte das Ansinnen der Selbststellung ablehnen. Ich durfte nicht die Rolle des Vercingetorix[1] spielen, der bekanntlich im Vertrauen auf die Großmut seiner Feinde diesen seine Person auslieferte, um dadurch für sein Volk eine besseres Los zu erlangen. Nach dem Verhalten unserer Feinde während des Krieges und der Friedensverhandlungen war nicht anzunehmen, daß die Entente sich etwa großmütiger zeigen würde, als Caesar, der den edlen Gallier in Ketten legen und später hinrichten ließ und dessen Volk doch nicht mit der Knechtschaft verschonte.

Im Allgemeinen möchte ich bemerken, daß es sich immer als falsch erwiesen hat, wenn man Ratschläge des Feindes befolgt oder sich solchen Vorschlägen nähert. Auch die wohlgemeinten Vorschläge der Selbststellung aus deutschen Kreisen sind immerhin, wenn auch vielleicht teilweise unbewußt, auf dem Boden der feindlichen Forderungen gewachsen. Deshalb schon waren sie abzulehnen. So bleibt der einzige Weg eine internationale unparteiische Instanz, die nicht einzelne Persönlichkeiten aburteilt, sondern alle Vorgänge, die zum Weltkriege führten, bei allen am Kriege beteiligten Staaten nach Öffnung nicht nur der deutschen, sondern aller Staatsarchive prüft und aufgrund des Ergebnisses das Urteil fällt. Deutschland kann mit diesem Verfahren nur einverstanden sein. Wer sich dagegen sträubt, spricht sich selbst das Urteil.

Meine Auffassung über das hier erörterte Thema geht aus dem nachstehend abgedruckten Briefe hervor, den ich unter dem 5. April 1921 an den Feldmarschall v. Hindenburg gerichtet habe und den dieser inzwischen der Öffentlichkeit übergeben hat. Zum besseren Verständnis ist auch der vorangegangene Brief des Feldmarschalls wiedergegeben.[2])

*    *    *

Hannover, den 30. März 1921

Eurer kaiserlichen und Königlichen Majestät

bitte ich für das gnädige Interesse an der Krankheit meiner Frau ehrfurchtsvollsten Dank unterbreiten zu dürfen. Die Sorge ist noch nicht behoben.

Aus der Heimat haben ich wenig Erfreuliches zu berichten. Die Unruhen in Mitteldeutschland sind ernster, als sie von der preußischen Regierung hingestellt werden. Hoffentlich gelingt es, ihrer bald Herr zu werden.

Immer drückender lasten auf dem deutschen Volke die Auswirkungen des Versailler Friedensdiktates, dessen Ziel, die Vernichtungspolitik unserer Feinde, von Tag zu Tag unverhüllter hervortritt. Zur Begründung dieser Zwangspolitik muß das Märchen von der deutschen Schuld am Kriege herhalten.

Den Wortführer des Feindbundes, Herrn Lloyd George, stört es wenig, das er am 20. Dezember v. J. erklärt hat, kein Staatsmann habe im Sommer 1914 den Krieg gewollt. Alle Völker seien in ihn hineingeglitten oder hineingestolpert. In seiner Rede auf der Londoner Konferenz am 3. März sagt er ruhig: Die deutsche Verantwortlichkeit für den Krieg sei grundlegend. Sie sei die Basis, auf der das Gebäude des Vertrages von Versailles errichtet worden wäre. Wenn diese Anerkenntnis verweigert oder aufgegeben werde, sei der Vertrag hinfällig.

Die Schuldfrage bildet nach wie vor den Angelpunkt für die Zukunft des deutschen Volkes. Furchtbar rächt sich das in Versailles den deutschen Vertretern wider ihre Überzeugung abgepreßte Zugeständnis unserer angeblichen „Schuld“ am Kriege. Nicht minder rächt sich das unwahre Zugeständnis von Deutschlands „Mitschuld“, das der Minister Simons auf der Londoner Konferenz abgegeben hat.

Ich fühle in tiefster Seele mit Eurer Majestät. In meiner langen militärischen Dienstzeit gab ich das Glück und die Ehre gehabt, zu Eurer Majestät in nahe persönliche Beziehungen zu treten. Ich weiß, daß Eurer Majestät Arbeit während Ihrer ganzen Regierungszeit der Erhaltung des Friedens gegolten hat. Ich kann ermessen, wie maßlos schwer es für Eure Majestät ist, von positiver Mitarbeit für das Vaterland ausgeschaltet zu sein.

Die „Vergleichenden Geschichtstabellen“ (siehe Download), die Eure Majestät aufgestellt haben, und von denen Eure Majestät auch mir seinerseits einen Abdruck zustellen ließen, sind ein guter Beitrag zu Entstehungsgeschichte des Krieges und geeignet, manche unrichtige Vorstellung zu beseitigen. Ich habe es bedauert, daß eure Majestät die Tabellen nicht der Öffentlichkeit übergeben, sondern sie auf einen engen Kreis beschränkt haben. Nachdem die Tabellen jetzt durch Indiskretionen und zum Teil in unvollständigen Austügen in der Auslandspresse veröffentlicht sind, scheint mir nunmehr ihre vollständige Veröffentlichung in der deutschen Presse empfehlenswert.

Zu meiner großen Freude höre ich, daß in dem Befinden Ihrer Majestät in der letzten Zeit eine Besserung eingetreten ist. Gott helfe weiter!

In tiefster Ehrfurcht, in unbegrenzter Treue und Dankbarkeit Eurer Kaiserlichen und königlichen Majestät alleruntertänigster

Gez. V. Hindenburg, Generalfeldmarshall

*    *    *

Haus Doorn, den 5. April 1921

Mein lieber Feldmarshall!

 Haben Sie warmen Dank für Ihren  Brief vom 30. v. M. – Sie haben recht. Das ist das Schwerste für mich: im Auslande leben zu müssen, mit glühender Seele die furchtbaren Geschicke unseres teuren Vaterlandes, dem meine ganze Lebensarbeit gegolten hat, verfolgen und von der Mitarbeit ausgeschlossen sein.

Sie haben während der dunklen, unseligen Novembertage 1918 mir zur Seite gestanden. Wie sie wissen, habe ich mich zu dem schweren, furchtbaren Entschluß, außer Landes zu gehen, nur auf Ihre und meiner übrigen berufenen Ratgeber dringende Vorstellung durchgerungen, daß es nur allein auch diesem Wege möglich sei, unserem Volke günstigere Waffenstillstandsbedingungen zu verschaffen und ihm einen blutigen Bürgerkrieg zu ersparen. Das Opfer ist umsonst gewesen. Nach wie vor wollen die Feinde für die angebliche Schuld des „Kaiserlichen Deutschlands“ das deutsche Volk büßen lassen.

In dem Bestreben, alle persönlichen Rücksichten dem Wohle Deutschlands unterzuordnen, halte ich mich völlig zurück. Ich schweige zu allen Lügen und Verleumdungen, die über mich verbreitet werden. Ich halte es für unter meiner Würde, mich gegen Angriffe und Schmähungen zu verteidigen.

Dieser Zurückhaltung entsprechend habe ich auch die von Ihnen erwähnten „Geschichtstabellen“ streng objektiv gehalten und nur einem engen Kreise von Bekannten zugänglich gemacht; auf welche Weise sie jetzt durch irgendeine Indiskretion, (oder Diebstahl ?) in die Öffentlichkeit gekommen sind, ist mir völlig unverständlich. Die Absicht, die mich bei Abfassung der historischen Tabellen leitete, war die: durch eine systematische  Aufzählung nüchterner Tatsachen streng geschichtliches Material zusammen zu tragen, das den Leser in die Möglichkeit versetzen sollte, über die Vorgeschichte des Krieges sich selbst ein Urteil zu bilden. Meine besten, überzeugendsten Quellen habe ich – nebenbei bemerkt – in der nach dem Kriege entstandenen Literatur gerade von Angehörigen der feindlichen Staaten gefunden. Darum freue ich mich, daß Sie meinen bescheidenen Beitrag zur Geschichte nützlich finden. Für Ihre Anregung, der deutschen Presse die inzwischen vervollständigten Tabellen zugänglich zu machen, danke ich Ihnen; ich werde ihr entsprechen.[3])

Die Wahrheit wir sich Bahn brechen; machtvoll, unaufhaltsam, wie eine Lawine. Wer sich ihr nicht wider besseres Wissen verschließen will, muß erkennen, daß während meiner 26jährigen Regierungszeit vor dem Kriege die deutsche Außenpolitik lediglich auf die Erhaltung des Friedens gerichtet war. Sie erstrebte einzig und allein den Schutz des von West und Ost bedrohten heiligen Heimatbodens sowie die friedliche Entwicklung unseres Handels und unserer Volkswirtschaft. Hätten wir je kriegerische Absichten gehabt, so hätten wir 1900 losgeschlagen, als England durch den Burenkrieg, oder 1905, Als Russland durch den japanischen Krieg gebunden war, und uns ein nahezu sicherer Sieg gewinkt hätte. Aber sicherlich hätten wir uns nicht gerade das Jahr 1914 ausgesucht, wo uns eine erdrückende Übermacht geschlossen gegenüberstand. Auch muß sich jeder unbefangene sagen, daß Deutschland von dem Kriege gar nichts zu erwarten hatte, während unsere Feinde davon alles für ihre seit langem zu unserer Vernichtung festgesetzten Ziele erhofften.

Daß mein und meiner Regierung heißes Bemühen in den kritischen Juli- und Augusttagen 1914 ausschließlich der Erhaltung des Weltfriedens gegolten hat, wird durch die neuesten literarischen und aktenmäßigen Veröffentlichungen von deutscher und besonders von feindlicher Seite mehr und mehr erhärtet. Den durchschlagendsten Beweis dafür bringt das Wort Sasonows: „die Friedensliebe des Deutschen Kaisers bürgt uns dafür, daß wir den Zeitpunkt für den Krieg selbst bestimmen können.“ Was bedarf es da noch weiteren Zeugnisses für unsere Unschuld? Das bedeutet: Die Absicht, einen Überfall auf einen Ahnungslosen zu machen. Gott ist mein Zeuge, daß ich, um dem Kriege vorzubeugen, bis an die äußerste Grenze dessen gegangen bin, was ich mit Rücksicht auf die Sicherheit und Unversehrtheit meines teuren Vaterlandes verantworten konnte.

Von einer Schuld Deutschlands am Kriege kann nicht die Rede sein. Es besteht heute kein Zweifel mehr, daß nicht Deutschlang, sondern der Feindbund den Krieg planmäßig vorbereitet und absichtlich herbeigeführt hat.

Zur Verdunkelung dieses Vorgehens hat der Feindbund in dem schmachvollen Friedensvertrag das unwahre „Schuldbekenntnis“ Deutschlands erzwungen und meine Bestellung vor einen feindlichen Gerichtshof verlangt. Sie, mein liebe Feldmarshall, kennen mich zu gut, um nicht zu wissen, daß mir für mein geliebtes Vaterland kein Opfer zu groß ist. Doch ein Gerichtshof, in dem der Feindbund gleichzeitig Ankläger und Richter wäre, würde nicht ein Organ des Rechtes, sondern ein Instrument politischer Willkür sein und nur dazu dienen, durch meine selbstverständliche Verurteilung die uns auferlegten unerhörten  Friedensbedingungen nachträglich zu rechtfertigen. Natürlich war daher das feindliche Ansinnen meinerseits zurückzuweisen. Aber auch meine Bestellung vor ein wie immer zusammengesetztes neutrales Gericht kann für mich nicht in Frage kommen. Ich erkenne wegen der Anordnungen, die ich als Kaiser und König, also als verfassungsmäßig unverantwortlicher Repräsentant der deutschen Nation, nach bestem Wissen und Gewissen getroffen habe, das strafrechtlich Urteil irgendeines irdischen Richters, wie hoch er auch immer gestellt sein mag, nicht an, da ich dadurch die Ehre und Würde des von mir vertretenen deutschen Volkes preisgeben würde.

Ein Schuld- und Strafverfahren, daß sich ausschließlich gegen das Oberhaupt eines der am Kriege beteiligten Staaten richtet, entkleidet diesen Staat jeder Gleichberechtigung mit den anderen Staaten und damit seines Ansehens in der Gemeinschaft der Völker. Außerdem würd es von vornherein den von den Feinden beabsichtigten Eindruck erwecken, als ob es sich bei der ganzen „Schuldfrage“ nur um dieses eine Staatsoberhaupt und die eine von ihm vertretene Nation handelte.

Dazu kommt noch, daß eine unparteiische Beurteilung der „Schuldfrage“ ausgeschlossen ist, wenn das Verfahren nicht auch auf die Staatsoberhäupter und leitenden Staatsmänner der feindlichen Mächte erstreckt und deren Verhalten der gleichen Kritik unterstellt wird. Denn das Verhalten des einzelnen Staates bei Ausbruch des Krieges kann selbstverständlich nur unter Berücksichtigung des Vorgehens seine Gegner richtig bewertet werden.

Eine wirkliche Aufklärung der „Schuldfrage“, woran Deutschland sicher kein geringeres Interesse hätte als seine Feinde, könnte nur in der Weise erfolgen, daß durch eine internationale, unparteiische Instanz nicht einzelne Persönlichkeiten strafrechtlich abgeurteilt, sondern alle Vorgänge , die zum Weltkriege geführt haben, ebenso wie alle sonstigen Völkerrechtsverletzungen festgestellt würden, um danach das Verschulden der beteiligten Persönlichkeiten auf seiten aller kriegsführender Mächte richtig zu bemessen.

Ein solcher loyaler Vorschlag ist von deutscher Seite nach Beendigung des Krieges in amtlicher Form gemacht, aber, soweit mir bekannt, von den Feinden teils ablehnend beantwortet, teils überhaupt keiner Antwort gewürdigt worden. Deutschland hat überdies seine Archive gleich nach dem Kriege ohne jede Einschränkung geöffnet, währen der Feindbund sich bisher wohl gehütet hat, solchem Beispiel zu folgen. Die in Amerika jetzt in Veröffentlichung befindlichen Geheimdokumente aus den russischen Archiven sind erst der Anfang dazu.

Schon dieses Verhalten des Feindbundes neben überwältigendem einlaufenden Belastungsmaterial gibt den Fingerzeig dafür, wo die „Schuld am Kriege“ in Wirklichkeit zu suchen ist! Für Deutschland aber erweist es sich um so mehr als gebieterische Pflicht, mit allen Mitteln alles irgendwie für die „Schuldfrage“ in Betracht kommende Material zu sammeln, zu sichten und zu veröffentlichen, um dadurch die wirklichen Ursachen des Krieges zu entlarven.

Im Befinden J. M.[4] ist leider eine Verschlechterung eingetreten.
Mein  Herz krampft sich in schmerzvoller Sorge zusammen.

Gott mit uns!

Ihr dankbarer

gez. Wilhelm

Siehe auch : Die Schuld am Weltkriege

________________

[1] war ein Fürst der gallisch-keltischen Arverner, der 52 v. Chr. – im siebten Jahr des Gallischen Krieges – fast alle gallischen Völker zu dem letzten allgemeinen, aber erfolglosen Versuch vereinigte, ihre Unabhängigkeit gegen den Eroberer Gaius Julius Caesar zu verteidigen.
[2] Die für das in Frage stehende Thema wichtigsten Stellen sind im Druck hervorgehoben.
[3] Das ist inzwischen erfolgt. Die „Vergleichenden Geschichtstabellen von 1878 bis zum Kriegsausbruch 1914“ sind im Dezember 1921 im Verlage von K. F. Koehler in Leipzig erschienen.
[4] Kaiserin Auguste Viktoria starb 11. April 1921 im Haus Doorn (Niederlande) 6 Tage nach dem verfassen des Briefes an Generalfeldmarshall Hindenburg.

Wilhelm II. – Vergleichende Geschichtstabellen von 1878 bis 1914

Transkipt: Werner Nosko

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