Der „menschengemachte Klimawandel“ bereits 1892 – 1928? – TEIL 1

TEIL 1 – Das wir eine weitere Wetter(Klima)änderung erfahren ist unbestritten. Wie dieser ANNO-Artikel vor Augen führt gab es zwischen 1892 und 1928 schon öfters ungewöhnliche Hitzewellen. Erst 1913 ging bei der Firma Ford das erste Automobil vom Fließband. Damals gab es also keine Kraftfahrzeuge wie heute und trotzdem, müssen diese heute für den angeblich menschgemachten Klimawandel herhalten. Der Anteil des Menschen am Klimawandel wird mit 3 % beziffert. Für die restlichen 97% sind dann wohl Faktoren verantwortlich die der Mensch, wie zu Beispiel Sonnenaktivität, keinen Einfluss hat.


Hitzewellen

Pilsner Tagblatt 17. Juli 1928

Die Hitze.

Wien, 16. Juli. Durch die ungeheure Hitze wurden die Grasflächen der Bahndämme derart ausgetrocknet, daß nur ein kleiner Funken einer vorbei fahrenden Lokomotive genügte, um sofort etliche Quadratmeter in Brand zu sehen. Die Feuerwehr musste im Wiener Bereiche in 11 solchen Fällen einschreiten. Es gelang, die Brände stets nach kurzer Zeit zu löschen.
Wien, 16. Juli. Die Hitzewelle über Wien dauert an. Gestern hatte es 50* Grad Celisius. Hunderttausende flüchteten in die Donaubäder. Die Stadt war wie ausgestorben. Alle Verkehrsmittel waren im Betrieb, um die Massenflucht aus den dumpfen Häusern und Gassen zu bewältigen. Hundert Millionen Liter betrug der Wasserverbrauch, so daß sich die städtischen Wasserwerke zu einer Drosselung der Straßenbespritzung veranlaßt sahen. Spät abends herrschte noch immer über 30 Grad Hitze. 

Vorarlberger Volksblatt – 17. Juli 1928

Andauernde Hitzewelle.

Linz, 16. Juli. Soweit bisher bekannt ist, sind gestern und heute beim Baden insgesamt 4 Personen ertrunken. Um 1 Uhr mittags betrug die Temperatur im Schatten 37 Grad, in der Sonne 41 Grad.
Berlin, 16. Juli. Auch in Berlin ist am Sonntag das Thermometer auf 46 Grad gestiegen. 13 Personen ertranken beim Baden.
Berlin, 16. Juli. Die Wettervorhersagen für ganz Deutschland lauten auf weiteres Anhalten der Ungeheuren Hitze. Die heutige Vorhersage lautet: Ueberall Fortbestand des herrschenden Witterungscharakters. Temperaturen nur stellenweise etwas niedriger. Weiterhin heiter. Nur geringe Gewitterneigung. Schwache Luftbewegung aus nordwestlicher Richtung.
Berlin, 17. Juli. Das Hoch, das bisher zu der geradezu unerträglichen Hitzewelle nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Mitteleuropa veranlaßt hat, hat sich am Montag abend geteilt, teilweise den Weg nach Ruß Rußland, bzw. den Balkan angetreten. Die Folge ist, daß die Temperatur zum Beispiel in Berlin bereits am heutigen Vormittag eine wesentliche Abkühlung erfahren hat. Die heißeste Stadt Europas — das war Berlin — wird diesen Rang heute voraussichtlich an eine andere europäische Hauptstadt abtreten müssen.
Dresden, 16. Juli. Der gestrige Sonntag brachte auch für Dresden die größte Hitze der bisherigen Sommerzeit. Es wurden im Schatten 36 Grad gemessen.
Budapest, 16. Juli. Die Hitze hat hier Sonntags 36 Grad Celsius in der Sonne und 38 Grad im Schatten erreicht. Die Bäder wurden von 200.000 Menschen besucht. Aus der Provinz werden mehre Unfälle durch Sonnenstich und Hitzschlag gemeldet.
Paris, 16. Juli. Die .Hitzewelle in Frankreich dauert unvermindert fort. In Paris hatte man am Samstag und Sonntag 34 bis 36 Grad im Schatten zu verzeichnen. Der unerträglichen Hitze im Häusermeer der französischen Hauptstadt ist es zuzuschreiben, daß während des National Nationalfeiertages Nationalfeiertages am 12., 13. und 14. Juli nahezu 400.000 Eisen Eisenbahnfahrkarten ausgegeben wurden an Fahrgäste, die der Hitze zu entrinnen suchten und das nahe Land und die Waldgegenden aufsuchten. In den Pariser Markthallen sind infolge der ungeheuren Hitze und der unzulänglichen Kühlvorrichtungen mehrere 100 Zentner Lebensmittel, darunter allein 2.100 Stück Geflügel verdorben.
Paris, 17. Juli. Nach einer im „Petit Journal“ veröffentlichten Aufstellung über die Todesopfer beim Baden. Während der großen Hitze der letzten Tage sind in Frankreich 30 Personen ertrunken, davon 9 in Paris und Umgebung.
London, 16. Juli. Die Temperatur in London erreichte am Sonntag einen für London ungewöhnlichen Stand von 32,6 Grad Celsius.

Die rote Fahne – 15. Juli 1923 – Seite 4

Die Hitzewelle.

Die Blätter melden aus London: In ganz England herrscht große Hitze. Die Temperatur betrug gestern mitternachts 32 Grad, eine in London noch nicht registrierte Temperatur. Sechzehn Personen sind infolge Hitzschlages gestorben. Die Hitze hatte auch zahlreiche Brände und Unfälle im Gefolge. Wie die Blätter melden, hat die Hitze in Paris 3, in London 18 und in Holland 60 Todesopfer gefordert.

Neues Wiener Journal – 26. Mai 1922 – Seite 7

(Die Hitzewelle.)

Aus Deutschland kommen Nachrichten, daß sich dort eine bisher im Mai noch nie beobachtete Hitzewelle verbreitet habe. In Berlin war vorgestern eine Temperatur von 32‘5° C, in anderen Städten eine solche von 34 bis 35° C zu beobachten. In den Elementarschulen in Berlin wurden Hitzeferien angeordnet. In Oesterreich hält das sehr warme Wetter an. — Voraussage: Heiter oder leichte Bewölkung. warm, Gewitter nicht ausgeschlossen.

Neues Wiener Journal – 13. Mai 1912 – Seite 2

Die Hitzwelle.
(Privattelegramme des »Reuen Wiener Journals“.)

London, 12. Mai.Ganz England leidet seit den letzten Tagen unter einer großen Hitzwelle. Gestern konnte man in den Straßen Londons eine Temperatur von 78° Fahrenheit beobachten, die sich am Abend so stark fühlbar machte, daß viele Tausende London verlassen, um den Sonntag auf dem Lande oder an der Meeresküste zu verbringen. Die Eisenbahngesellschaften setzen alle verfügbaren Züge in Verkehr, um den gewöhnlich Samstag schon ohnedies starken Verkehr bewältigen zu können.
Paris, 12. Mai.Hier ist jetzt bereits eine Temperatur von 32 ° 6 im Schatten zu verzeichnen. Auch aus den verschiedensten Teilen Frankreichs laufen Nachrichten von übergroßer Hitze ein. In manchen legenden ist die Temperatur bereits auf 40° C gestiegen.
Madrid, 12. Mai.Aus allen Teilen Spaniens lausen Nachrichten ein, die eine starke Temperatursteigerung melden. In Madrid macht sich die Hitze außerordentlich stark fühlbar. Im Laufe des gestrigen Tages wurden viele Personen vom Hitzschlage getroffen.

Grazer Tagblatt – 4. Mai 1895 – Seite 12

New-York. 13.Mai. Infolge einer neuen Hitzewelle stieg gestern das Thermometer hier auf 106 Grad Fahrenheit(=41° E.- 33° R>. Viele Personen starben an Sonnenstich, viele Pferde der Straßenbahnen fielen um u.s.w.

 Neue Warte am Inn – 27. August 1892 – Seite 2

Die Hitze.

Seit Menschengedenken hat eine so große Hitze, wie sie heuer schon seit circa 14 Tagen herrscht, noch nicht stattgefunden. Von allen Ländern werden Todesfälle in großer Zahl gemeldet, hat ja doch das Thermometer in den letzten Tagen 35—40 Grad Celsius erreicht, in Sevilla in Spanien gar 44. Das italienische 36. Infanterie Regiment wurde auf dem Marsche von Venedig nach Monselice durch die Hitze furchtbar mitgenommen.

 Fortsetzung folgt

Hitzewellen – TEIL 1

 Zum Teil 2

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