Sklaven ohne Ketten – Die Welt ist ein Geschäft!

In der „Schönen neuen Welt“ herrscht perfekter Wohlstand. Doch durch die genetische Veränderung wurde eine Hälfte der Menschheit zu Arbeitssklaven. Plötzlich fährt ein Riss durch die Gesellschaft … Aus Aldous Huxleys düsteren Science-Fiction-Klassiker fällt ein gleißend helles Licht auf unsere Gegenwart. »Es ist erschreckend, wie viel von Huxleys Prophetie in solch kurzer Zeit zur Wirklichkeit werden konnte. „New York Times“

 

„Vom rein humanitären Standpunkt aus sehe ich nicht ein, warum Menschen einen Anspruch darauf haben sollten, eigene Kinder zu haben. Vom Standpunkt des Gemeinwohls aus gesehen wäre eine Lizenz, die Kinder nur dann zulässt, wenn die zu erwartenden Erbeigenschaften positiv sind, Mindestens genauso erwünscht wie die Einrichtung des Führerscheins.“

Diese Worte stammen von niemand geringerem als dem, der Eugenik zugeneigtem Nobelpreisträger Francis Crick der diese Wort 1962 äußerte. Damals erhielt er gemeinsam mit James Watson und Maurice Wilkins den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure (DNS).

So kann es auch kaum verwundern, dass  das  in London  ansässige Francis-Crick-Institut das Erbgut menschlicher Embryonen verändern will. Ein Antrag der Forscher zur HFEA (Human Fertilisation and Embryology Authority) wurde, wenn wundert es,  genehmigt. Die Zeitschrift „Der Stern“ titelte:

Ist das ein Schritt zum Designer-Baby?

Das erste Kapitel dazu wurde wenn auch als eine Art „Sience Fiction zu verstehen“ 1932 geschrieben. So beginnt dieses Kapitel mit den Worten:

 „….Nur von den gelben Tuben der Mikroskope lieh es sich eine gewisse lebendige Fülle und lag wie Butter auf den blanken Zylindern, ein satter Streif nach dem anderen, die endlose Reihe der Arbeitstische entlang.

Und dies«, sagte der Direktor, die Tür öffnend, »ist der Befruchtungsraum.

Dreihundert Befruchter standen über ihre Instrumente gebeugt, als der Brut- und Normdirektor den Saal betrat. Kaum ein Atemzug unterbrach die Stille, kaum ein gedankenverlorenes Vor-sich-hin-Summen oder Pfeifen störte die allgemeine angespannte Vertieftheit.

Eine soeben eingetroffene Gruppe sehr junger, sehr rosiger und sehr unerfahrener Studenten folgte aufgeregt und ein bisschen beklommen dem Direktor auf den Fersen. Jeder hielt ein Merkheft in der Hand, in das er, so oft der große Mann den Mund auftat, krampfhaft kritzelte. Aus erster Quelle – eine besondere Gunst.

Der Brut- und Normdirektor von Berlin legte Wert darauf, seine neuen Studenten höchstpersönlich durch die einzelnen Abteilungen zu führen….

 

Dieses Kapitel leitet ein Buch ein, welches, schaut man sich um, als Anleitung zur Kontrolle und Versklavung der Massen verstanden werden kann und muss. Vieles was der Autor 1932 in seinem Buch „Schöne neue Welt“ „fabulierte“ war bereits 1958 war geworden. Heute 60 Jahre nach dem Interview steuern wir ungebremst auf die „Endlösung“ zu, nein nicht die Adolf Hitler meinte, nein, wir steuern sehenden Auges, nein wird sind bereits in zentralistischen Staatenbünden vereinigt.


Wir befinden uns in einem Realen „Sience Fiction Roman“ der schon lange gesendet wird.

Wer das ganze Buch lesen möchte welches der Übersetzer von der Örtlichkeit her nach Deutschland transformierte, denn es ist ganz einerlei ob einer seinen Somarausch in London oder Berlin mit einer in Dahlem oder Bloomsbury aufgenormten Beta erlebt,  kann sich dieses am Ende des Beitrages als PDF herunterladen.

Wer nicht,  möge mindestens nachfolgende Zusammenfassung (Ausschnitt) lesen und sich folgendes Video auch wirklich bis zum Schluss ansehen, beachte dabei in welchem Jahr Buch, Interview und Filme entstanden.

 

Vorausschauende Zusammenfassung (Beschreibung) des Autors Aldous Huxley

Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein Staat, in dem die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrscht, die zu gar nichts gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben. Ihnen die Liebe zu ihr beizubringen, ist in heutigen totalitären Staaten die den Propagandaministerien, den Zeitungsredakteuren und Schullehrern zugewiesene Aufgabe. Aber deren Methoden sind noch immer plump und unwissenschaftlich. Die alte, prahlerische Behauptung der Jesuiten, sie könnten, wäre ihnen die Erziehung des Kindes übertragen, für die religiösen Überzeugungen des Mannes bürgen, war ein Wunschdenken. Und der moderne Pädagoge ist wahrscheinlich noch weniger imstande, die Reflexe des Zöglings zu konditionieren, als es die ehrwürdigen Patres waren, welche Voltaire erzogen. Die größten Triumphe der Propaganda wurden nicht durch Handeln, sondern durch Unterlassung erreicht.

Groß ist die Wahrheit, größer aber, vom praktischen Gesichtspunkt, ist das Verschweigen der Wahrheit. Indem totalitäre Propagandisten gewisse Dinge einfach nicht erwähnten, indem sie einen – wie Churchill es nannte – „eisernen Vorhang“ herabließen zwischen den Massen und solchen Sachverhalten oder Argumenten, die von den politischen Machthabern für unerwünscht gehalten wurden, beeinflußten sie die öffentliche Meinung viel wirksamer, als sie es durch die beredsamsten Anklagen, die zwingendsten logischen Widerlegungen hätten tun können. Aber Schweigen ist nicht genug. Wenn Verfolgungen, Liquidierungen und andere Zeichen sozialer Reibung vermieden werden sollen, müssen die positiven Seiten der Propaganda genauso erfolgreich eingesetzt werden wie die negativen. Die wichtigsten »Manhattan- Projekte« der Zukunft werden umfangreiche, von der Regierung geförderte Untersuchungen dessen sein, was die Politiker und die beteiligten Wissenschaftler »das Problem des Glücks« nennen werden – mit anderen Worten, das Problem, wie man Menschen dahin bringt, ihr Sklaventum zu lieben.

Ohne wirtschaftliche Sicherheit kann die Liebe zur Sklaverei unmöglich entstehen; der Kürze halber nehme ich an, daß es der allmächtigen Exekutive und ihren Mana gern gelingen wird, das Problem dauerhafter wirtschaftlicher Sicherheit zu lösen. Sicherheit wird aber fast immer sehr schnell für selbstverständlich gehalten. Sie zu erreichen, ist bloß eine oberflächliche, äußere Revolution. Die Liebe zur Sklaverei kann nicht fest verankert werden, solange sie nicht das Ergebnis einer tiefgehenden persönlichen Revolution in den Gemütern und Leibern der Menschen ist.

Um diese herbeizuführen, bedarf es unter anderem folgender Entdeckungen und Erfindungen:

  1. einer sehr verbesserten Methode der Suggestion – durch Konditionieren des Kleinkindes und später, durch die Hilfe von Medikamenten wie Skopolamin;
  2. einer voll entwickelten Wissenschaft der Unterschiede zwischen Menschen, die es den von der Regierung bestellten Managern ermöglicht, jedem beliebigen Individuum seinen oder ihren Platz in der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rangordnung anzuweisen (kantige Pflöcke in runden Löchern zeitigen gefährliche Gedanken über das Gesellschaftssystem und stecken leicht andere mit ihrer Unzufriedenheit an);
  3. (da die Wirklichkeit, wenn auch noch so utopisch, die Menschen die Notwendigkeit empfinden läßt, recht häufig Urlaub von ihr zu nehmen) bedarf es eines Ersatzes für Alkohol und die anderen Rauschmittel, etwas, das zugleich weniger schadet und mehr Genuß bringt als Branntwein oder Heroin;
  4. (aber das wäre ein Langzeitprojekt, das zu seinem erfolgreichen Abschluß Generationen totalitärer Herrschaft erfordern würde) eines betriebssicheren Systems der Eugenik, darauf berechnet, das Menschenmaterial zu normen und so die Aufgabe der Manager zu erleichtern.

In Schöne neue Welt ist diese Normung des menschlichen Produkts bis zu phantastischen, wenngleich vielleicht nicht unmöglichen Extremen getrieben. Technisch und ideologisch haben wir noch einen weiten Weg bis zu Kindern in Flaschen und Bokanowskygruppen von Halbidioten. Doch um das Jahr 600 n. F. – wer weiß, was bis dahin nicht alles geschehen mag? Inzwischen sind die anderen charakteristischen Züge dieser glücklicheren und beständigeren Welt – die Äquivalente für Soma und Hypnopädie und das wissenschaftlich ausgearbeitete Kastensystem – wahrscheinlich nur noch drei oder vier Generationen von uns entfernt.

Auch scheint die sexuelle Promiskuität der Schönen neuen Welt nicht gar so weit von uns zu liegen. Es gibt bereits gewisse amerikanische Städte, in welchen die Zahl der Scheidungen die der Heiraten erreicht. In einigen Jahren werden Trauscheine zweifellos verkauft werden wie Hundemarken: gültig für zwölf Monate, wobei kein Gesetz das Wechseln der Hunde oder das gleichzeitige Halten mehr als eines Hundes verbietet. Je mehr sich politische und wirtschaftliche Freiheit verringern, desto mehr pflegt die sexuelle Freiheit sich kompensatorisch auszuweiten. Und der Diktator (falls er nicht Kanonenfutter braucht und kinderreiche Familien, um mit ihnen noch unbesiedelte oder zu erobernde Gebiete zu kolonialisieren) wird gut daran tun, diese Freiheit zu fördern. In Verbindung mit der Freiheit des Tagträumens unter dem Einfluß von Rauschmitteln, Filmen und Rundfunk wird die sexuelle Freiheit dazu beitragen, seine Untertanen mit der Sklaverei, die ihr Los ist, auszusöhnen.

Alles in allem sieht es ganz so aus, als wäre uns Utopia viel näher, als irgend jemand es sich vor nur fünfzehn Jahren hätte vorstellen können. Damals verlegte ich diese Utopie sechshundert Jahre in die Zukunft. Heute scheint es durchaus möglich, daß uns dieser Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt; das heißt, wenn wir in der Zwischenzeit davon absehen, einander zu Staub zu zersprengen.

In der Tat, wenn wir nicht die Dezentralisierung wählen und die angewandte Wissenschaft nicht als den Zweck gebrauchen, zu welchem aus Menschen die Mittel gemacht werden, sondern als das Mittel zur Hervorbringung eines Geschlechts freier Individuen dann bleiben uns nur zwei Möglichkeiten: entweder eine Anzahl nationaler militarisierter Totalitarismen, die in Angst vor der Atombombe gründen und deren Frucht die Vernichtung der Zivilisation (falls aber die Kriegführung eingeschränkt wird, die Verewigung des Militarismus) sein wird; oder ein übernationaler Totalitarismus, hervorgerufen durch das soziale Chaos, das sich aus raschem technischen Fortschritt im allgemeinen und der atomaren Revolution im besonderen ergeben haben wird und das sich aus dem Bedürfnis nach Leistungsfähigkeit und Stabilität zur Wohlfahrtstyrannei Utopias entwickeln wird. Du darfst wählen, aber du zahlst dafür.

Aldous Huxley – Schöne Neue Welt

 

Quellen:
Aus dem Buch „Schöne neue Welt“
Selbstvernichtung durch Zivilisation – Seite 37
Francis Crick Institute
Ist das ein Schritt zum Designer-Baby?
Which Dystopian Novel Got It Right: Orwell’s ‘1984’ or Huxley’s ‘Brave New World’?
Übrigens … zur Gefahr von CRISPR

Videos:
Aldous Huxley 1958 über die Kontrolle der Massen 2017 – Schöne neue Welt
Howard Beale erhält Demokratie Lehrstunde (Network 1976) – NWO
Die Tribute von Panem MockingJay Interview Donald Sutherland (Präsident Snow)
THE HUNGER GAMES Donald Sutherland & Franc Tausch Interview (Die Tribute Von Panem)

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