Die Souveränität erlangen und US-Militärbasen aus fremden Ländern schmeißen.

Diego Fusaro: TEIL 1

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, doch was ist zu tun, wenn diese Souveränität nicht mehr gegeben ist?, fragt der bekannte italienische politische Kommentator, Autor  und Philosoph Diego Fusaro. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Italien, Deutschland oder sonst ein Land handelt. Die Antwort: „Eine Revolution von der Revolution“.

 

Wenn, so wie es heute der Fall ist, es uns auffällt, dass sich die Souveränität im jeweiligen Sinne der monetären Souveränität und militärischen Souveränität komplett verringert hat, was heute die destrukturierte Souveränität in Form der 115 US-amerikanischen Militärbasen auf italienischem Territorium und die destrukturierte Souveränität durch das Eurosystem, nämlich das privatisierte und transnationale Geld ist, dann muss man zu aller nächst auf all das reagieren und diesen von statten gegangenen Entzug der nationalen Souveränität beklagen.

Es gilt zu allernächst, Mitbürger über diesen sich gebildeten Prozess, der sich im Eurosystem gebildet und heute vollständig realisiert hat, aufzuklären.

Es gilt um eine Revolution zu erreichen, die nicht nur eine verbale ist, sondern die auch soziopolitische Inhalte mitbringt – von der Kultur ausgehend neu zu beginnen. Man muss besonders mit der Dekolonialisierung der Vorstellungskraft anfangen, nämlich unseren Geist von all den Unwahrheiten und Lügen zu bereinigen, mit denen das gegenwärtige System das Begreifen dieser realen Begebenheiten, in welchen wir uns wiederfinden, verhindert.

Heute lässt uns das System der Manipulation glauben, dass wir uns in einer vollständig vollendeten Demokratie befänden, während das Konzept der Demokratie nur ein Konzept bleibt, wir unterdessen 115 US-amerikanische Militärbasen auf unserem Territorium haben.

Es zwingt uns in einen Zustand, der gänzlich analog zu dem steht, der zu Zeiten Sokrates als die sogenannte „Attische Demokratie“ mit der spartanischen Belagerung der Akropolis bekannt war und ist.

Offensichtlicher Weise kann es keine echte Demokratie geben, wenn es eine Nation oder Macht gibt, die mit militärischen Basen dein Territorium okkupiert.

Und dementsprechend kann es auch keine Demokratie geben, wenn sich der Staat – in diesem Fall der italienische Staat – verschulden muss, um Geld zu erhalten und dieses von der europäischen Zentralbank erbitten muss, was genau diese Formen der Herrschaft erzeugt, die den Staat zum Schuldner in den Augen einer Zentralbank degradiert.

Ich glaube nämlich, dass die wahre Revolution allem voran darin besteht, genau DAS klar zu benennen, ohne um den heißen Brei herum zu rede, ohne Schönfärberei. Nämlich die heute vollständige realisierte Enteignung der Souveränität.

Und auf welche Art gilt es im Folgenden dann, mit dem diesbezüglich erlangten Bewusstsein zu reagieren? Wobei vor allem all das in die Wertung mit einbezogen werden muss, was zur Wiedererlangung der verloren gegangenen Souveränität beitragen kann.

Im konkreten Fall müsste man aus der NATO austreten und sich von den US-amerikanischen Militärbasen, die sich über den ideologischen Missbrauch des Geschichtsbewusstseins legitimieren, befreien.

Genauso, wie bei der lieben „guten Befreiung“ durch die USA, welche sie 1945 vollzogen und die ihrer Ansicht nach dazu bestimmt sei, ihre permanente Präsenz auf italienischen Territorium bis in alle Ewigkeit zu legitimieren.

Ein Befreier kehrt als solcher, sobald die Befreiung abgeschlossen ist, wieder in sein Land zurück. Wohingegen sie (die Befreiung), so wie es in Italien leider passiert ist, gar keine Befreiung war, sondern lediglich der Austausch des einen Okkupanten mit einem anderen.

Das ist die Tragik in dieser Angelegenheit im Falle unseres Volkes.

Und folglich gilt es, aus dem Eurosystem auszutreten und die nationalmonetäre Souveränität wieder zu erlangen.

Und zwar in einer Art und Weise, dass man wieder dazu gelangt, souverän darüber entscheiden zu können, ob man zum Beispiel Investitionen in den sozialen, öffentlichen Bereich für die junge Generation tätigt und natürlich auch in dem der Arbeit.

Diese sind die zwei fundamentalen Konditionen, doch allem voran muss erst einmal das Bewusstsein über diese vonstatten gegangene Enteignung der Souveränität erlangt werden.

Transkript: Werner Nosko


DIEGO FUSARO ist politischer Kommentator; Journalist; Gegner des Kapitalismus; Gegen das europäische Bankensystem und des globalisierten Einheitsdenkens Er widmet sich dem Studium der Philosophie aller Zeiten, vor allem Marx und Gramsci, um ein soziales Projekt zu verwirklichen, um folglich die Aufmerksamkeit der Politiker auf spezifische Programme zu lenken, wo die Priorität das erniedrigte Volk der Erde sein wird, sowie die Berücksichtigung der verschiedenen Kulturen und deren Ausdruck – möglicherweise, wo sie sich entwickelt haben.

Die weltweite Verbreitung, und Übersetzung seiner Botschaften ist ausdrücklich erwünscht.


 

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