Irre Fehlentscheidungen und politische Gedankenspiele auf unsere Kosten

…….und das Volk hält weiter still.  Hieß es nicht noch vor kurzem unsere Gesellschaft würde überaltern und es gäbe zu wenig Nachwuchs? Man möchte meinen, dass die Politik hier ev. mit geeigneten Familienförderungen Abhilfe schaffen würde. Aber nein, weit gefehlt!  Das neue Kindergeldmodell sorgt genau fürs Gegenteil und die Politik hält es auch noch für einen großen Wurf und fair.   Die Familienplanung wie bisher ist  passé. Die Frauen können nicht wie bisher nach dem ersten Kind und der Karenzzeit gleich anschließend ein zweites Kind bekommen und die Karenzzeit verlängern. Das  heißt sie können schon, nur gibt es beim zweiten Kind kein Karenzgeld mehr.  Bezahlte Karenzzeit fürs zweite Kind ist nur mehr möglich, wenn man dazwischen wieder arbeitet.

Kronenzeitung 13.03.2017

Am liebsten wäre es ihnen wahrscheinlich, man würde die Kinder nach möglichst kurzer Zeit in staatliche Betreuung geben, damit sie dort System konform erzogen werden und die Frauen schnell wieder in ihre überwiegenden Ausbeutungsjobs zurückkehren können. Was ist los mit uns Menschen, dass wir  tatenlos dabei zuschauen, wie Familien dadurch immer weiter zerstört werden bzw. es jungen Paaren schon fast unmöglich gemacht wird, Kinder zu bekommen?

 

Ein weiteres angedachtes Thema unserer Politiker ist der Mindestlohn und die flexible Arbeitszeit.  Die Kronenzeitung hat die Lesermeinung hierzu jedoch nicht abgedruckt.  Warum wohl? Könnte es sein, dass man nicht will dass einige Menschen doch endlich zum Denken anfangen, wie angeblich „soziale“  Politik immer mehr neoliberal abdriftet.  Könnte es sein, dass dem Einen oder Anderen vielleicht einmal ein Licht aufgeht, das der Mensch in diesem neoliberalen System nur mehr ein – O-Ton Prof. Mausfeld – flexibles, konditionierbares Bündel von irgendwelchen Teilfähigkeiten ist?

Video – Prof. Rainer Mausfeld über das Menschenbild des Neoliberalismus

Mindestlohn und flexible Arbeitszeit

Der Mindestlohn soll, wenn es nach der SPÖ geht,  „großzügig“ auf 1.500 € brutto angehoben werden. Hört sich erst mal gut an, aber wohlgemerkt das ist BRUTTO.  Mit dem was dann netto tatsächlich rauskommt,  soll ein Alleinstehender dann Miete, Strom, Versicherung,  Lebenshaltungskosten und da er ja für die Wirtschaft flexibel sein muss, vielleicht auch noch die Kosten für Bahn, Bus oder sogar ein Auto bestreiten.  Nicht zu vergessen, er soll ja auch noch für die Rente vorsorgen.

Aber schon werden Stimmen von den Arbeitgebern laut, dass das auf keinen Fall geht. Das würde  Arbeitsplätze kosten.  Sie jedoch fordern dafür eine flexible Arbeitszeit mit 12 Stunden Tag, damit sie sich die Überstunden sparen und verkaufen das mit dem Argument, dass der Arbeiter dann längere Freizeiten am Stück hätte.  In dieser Freizeit soll er dann kräftig konsumieren, damit genau jene  Wirtschaft wieder angekurbelt wird, die die Menschen immer mehr ausbeutet.  Aber hoppla, konsumieren? Mit welchem Geld bitte?    Der beliebte Spruch: „Gehts der Wirtschaft gut, gehts den Menschen gut“, hat schon längst keine Gültigkeit mehr.  Heute gehts nur mehr um die Profite der Wirtschaft, der Konzerne und der Banken und der Wenigen die auf unsere Kosten immer reicher werden.   Der Arbeiter soll möglichst billig,  möglichst lange und möglichst effektiv arbeiten, wenn möglich die Arbeit für zwei machen,  nicht krank werden und dann am besten gleich direkt vom Arbeitsplatz weg abtreten,  damit die Kosten für die Rente auch noch eingespart werden können.  Merkt eigentlich noch irgendwer, wie wir verschaukelt werden und worauf wir zusteuern?

 

Teile mit ANDEREN die ANDERE Seite der Medaille:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Verwandte Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar