„Schluss mit dem Massenmord in Aleppo!“

Ein Appell von Schriftstellern an Russland! Ein Aufruf des Schriftstellers Peter Schneider im Tagespiegel,  nach Eigendefinition  das „Leitmedium der Hauptstadt“, und daher ist es eigentlich kein Wunder, das es für den Tagesspiegel die USA als Kriegspartei nicht gibt. Der Autor dieses Aufrufes begab sich auf Bild-Zeitungsniveau und ist an westlicher Anti-Russlandpropaganda eigentlich nicht mehr zu überbieten.

 

Folgt man den Quellverweisen dieses Aufrufes findet man sich wiederum auf Berichten des Tagesspiegels wieder, die teilweise als vermeintlicher Beweis mit Sätzen   „Wie die Syrische Beobachtungsquelle für Menschenrechte berichtet“ garniert wurden. Eine Institution wo selbst der Tagesspiegel einräumte:

„Die den Rebellen nahe stehende Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien ist nach eigenen Angaben in Syrien breit vernetzt. Von unabhängiger Seite sind ihre Informationen kaum überprüfbar. (AFP)“.

Wer sich die Quellen (Tagesspiegel) näher ansieht, muss zur Überzeugung gelangen, dass die USA mit diesem Krieg nichts zu tun haben. Oberflächlich betrachtet entsteht der Eindruck, es ginge nur um Russland und Assad gegen das eigene Volk. Und das ist nicht nur harter Tobak, nein das ist unfassbar. Das beleidigt nicht nur meine Intelligenz sondern vermutlich auch genügend andere,  die über mehr als Bildzeitungsniveau verfügen.

Schmerzlich vermisst wird  die Angabe der Quelle, die den Fernsehsender benennt der die angeblichen „Foltervideos“ gesendet haben soll.

Den Schriftstellern, die offenbar nur den Tagesspiegel oder Bild konsumieren, sei angeraten sich über den Mainstream hinaus zu informieren, da würden sie eventuell schnell feststellen,  das sie vor der falschen Botschaft stehen werden. Als Nachhilfe nach dem Aufruf 3 Videos!


„Schluss mit dem Massenmord in Aleppo!“

Eine Gruppe von Schriftstellern ruft für Mittwoch in Berlin zu einem Protest vor der russischen Botschaft auf. Hier dokumentieren wir den Appell für ein Ende der Bombardierung der syrischen Stadt Aleppo. von Peter Schneider

„Die Vernichtung der Stadt Aleppo und ihrer Einwohner gehört zu den furchtbarsten Verbrechen, die seit Jahren unter unseren Augen begangen werden. Man muss keineswegs untaugliche Begriffe wie Holocaust oder Genozid bemühen, um die Ungeheuerlichkeit und den Skandal dieses Verbrechens zu benennen. Die Welt schaut zu, wie die zweitgrößte Stadt Syriens eingeebnet wird, wie ihre Schulen und Krankenhäuser mit finaler Entschlossenheit dem Erdboden gleichgemacht werden. Es gibt keine einzige Schule, kein einziges Krankenhaus mehr in Ost-Aleppo. Alle Bürger Aleppos, die sich dem Massenmörder Assad nicht ergeben wollen, sind mit Tod und Vertreibung bedroht.

Ich habe mir einmal eine halbe Nacht lang die von einem Nachrichtensender gesendeten Videos über die Folterungen angeschaut, die in den Kellern des von Assad beherrschten Stadtteils jeden Tag, jede Nacht an sogenannten „Regimegegnern“ und „Terroristen“ verübt werden. Ich konnte danach nicht schlafen und sagte mir am anderen Morgen: Glück gehabt, dass dies für mich der einzige erlittene Schaden war – dass ich nicht schlafen konnte.

Herr Putin, schlafen Sie eigentlich gut?

Aber wie kann es sein, dass wir diese Verbrechen mit all unseren „Nie wieder“-Schwüren geschehen lassen, ohne dass sich ein klarer Protest der Zivilgesellschaft gegen die Verantwortlichen regt? Wo sind die Friedensfreunde aller Fraktionen, die sonst bei jeder Gelegenheit – wenn Amerika, Israel oder die NATO involviert sind – zu Tausenden vor der US-Botschaft demonstrieren? Warum haben sie nie zu einer machtvollen Kundgebung gegen das Verbrechen der russischen Bombardements in Aleppo zusammengefunden?

Kann es sein, dass ein Massenmord weniger abscheulich ist, wenn er von dem durch die NATO-Erweiterung ach so gedemütigten russischen Präsidenten befohlen wird? Oder handelt es sich einfach um schiere Angst vor einem zu Recht gefürchteten Nachbarn?

Es ist nicht wahr, was uns so viele um „Ausgewogenheit“ bemühte Kommentatoren sagen: Dass es sich beim Kampf um Aleppo um einen „Stellvertreterkrieg“ handele, in dem zwei Weltmächte um ihre jeweilige Einflusssphäre ringen.

In Aleppo stehen sich nur noch zwei Kriegsparteien gegenüber: Der russische Präsident Putin, der an der Seite des Diktators Assad den totalen Sieg herbeibomben will, und eine Assad-feindliche Zivilbevölkerung, unter der eine kleine Truppe von Rebellen ums Überleben kämpft.

Was sind Ihre Ziele?

Ich schließe nicht aus, dass sich einige der Rebellen, die einmal friedlich für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen, in ihrem Todeskampf inzwischen mit Isis-Kämpfern zusammenschließen. Es dürften kaum mehr als ein paar hundert sein.

Es ist aber genau diese Konstellation, auf die Putin und Assad hingearbeitet haben: Wir, Putin und Assad gegen den Islamischen Staat. Folglich gehören alle, die sich nicht ergeben – Kinder, Frauen, Alte, Kranke – zum Islamischen Staat und dürfen entsprechend behandelt werden.

Herr Putin, schlafen Sie eigentlich gut? Sind Ihre Träume von neuer imperialer Macht und Ihre Rachegefühle wegen Obamas dummer Beleidigung die Vernichtung so vieler unschuldiger Menschen wert? Was sind Ihre Ziele?

Wollen Sie durch die Vernichtung Aleppos wieder „die Augenhöhe“ zur Supermacht USA gewinnen? Wie gefällt es ihnen, an der Seite eines verhassten und ohne ihre Hilfe längst entmachteten Massenmörders Assad zu stehen? Mister Putin! Stellen Sie das Bombardement Aleppos ein. Jetzt!

Kundgebung „Schluss mit dem Massenmord in Aleppo!“ am Mittwoch, 7. Dezember 2016, 13 Uhr, Russische Botschaft, Unter den Linden 63-65, 10017 Berlin. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs zur Demonstration gehören u. a. Isabelle Azoulay, Marianne Birthler, Hans Christoph Buch, Daniel Cohn-Bendit, Friedrich Christian Delius, Ava Herterich, Ian McEwan, Elfriede Jelinek, Harry Merkle, Reinhard Mohr, Herta Müller, Isabell Serauky, Michael Naumann, Gerd Poppe, Eva Reich, Jens Reich, Volker Schlöndorff, Peter Schneider, Ulrich Schreiber.“


Korrespondentin Karin Leukefeld berichtet regelmäßig für RT Deutsch aus Syrien. Erst vor Kurzem ist sie aus der umkämpften Stadt Aleppo zurück nach Damaskus gekommen.

Im Interview spricht sie über:
– Die Lage der Zivilbevölkerung in Aleppo
– Wie man überhaupt nach Aleppo reisen kann
– Warum ein Waffenstillstand so schwierig ist
– Wer die Geldgeber des Krieges sind
– Warum Kurden gleichzeitig mit und gegen die syrische Armee kämpfen
– Einseitige Berichterstattung als Gefahr

 

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Syrische Friedenaktivisten und Anwohner Aleppos haben russischen Offizieren & Soldaten heute eine Überraschung bereitet. Nach dem russische Soldaten heute erneut mehrere Tonnen humanitäre Hilfe, wie Lebensmittel, Kindernahrung, Konserven und wichtige Medikament nach Ost-Aleppo brachten – wurden sie von der syrischen Bevölkerung & den ortskundigen Friedenaktivisten überraschend und symbolisch zu einem gemeinsamen Friedenslauf durch befreite Gebiete in Aleppo eingeladen. Syrische Anwohner schwenkten russische und syrische Fahnen – und empfingen die russischen Soldaten herzlich!

Zu Syrien verlinken wir auf unseren Artikel „Syrien: Das perfide Kriegsspiel des US geführten Westens“ bei dem weiterführende Quellen zu finden sind.

Quellen:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/appell-von-schriftstellern-an-russland-schluss-mit-dem-massenmord-in-aleppo/14937216.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/krieg-in-syrien-regierungstruppen-erobern-weiteres-rebellenviertel-in-aleppo/14929074.html
https://www.medianet-bb.de/de/company/verlag-der-tagesspiegel-gmbh/

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