Pearl Harbor: Tag der Schande für die USA, Tag der Täuschung und des Mordes

Es ist unzweifelhaft notwendig den gesamten Beitrag der „Welt“ hier zu veröffentlichen und durch Kommentare seitens NPR zu ergänzen beziehungsweise die falschen Darstellungen des Autors zu widerlegen. Der Autor des nachstehenden Artikel scheint hier Schulbuchwissen aus grauer Vorzeit wieder gegeben zu haben ohne weitere Recherchen zu tätigen. Die ist Angesichts der Tatsache, dass der Angriff die Eskalation des Zweiten Weltkrieges so richtig in Fahrt brachte.

Es ist eine Travestie der Geschichte zu sa­gen, dass dieser Krieg Amerika aufgezwungen wurde.“ In Wahrheit hatte die Roosevelt-Regierung, die mindestens zehn Monate lang mehr als ausreichend informiert und gewarnt war, damit ihr Ziel er­reicht, die massive Kriegsgegnerschaft der amerikanischen Bevölkerung (84 %) in eine unglaubliche Kriegsbegeisterung (88 %) zu verwandeln. Fast ganz Amerika vereinigte sich jetzt unter dem Schlachtruf: „Remember Pearl Harbor!“ und man kannte nur noch zwei Worte: „Yellow bastards!“ Am 8. Dezember 1941 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika dem japanischen Kaiserreich den Krieg. Millionen Männer meldeten sich freiwillig, um in den Krieg gegen Japan und seine Verbün­deten zu ziehen. „Das war die ganze Idee. Es bedurfte eines solchen Aktes, damit die amerika­nische Nation so­fort und total umschwenkt,“ sagte Robert B. Stinnett am 4. September 2003 im 3sat-Magazin „Kultur­zeit“.

Im übrigen haben wir den Autor am 11. November 2016 um Stellungnahme zu seinem Artikel gebeten.

HIER DER BERICHT EINES VERSCHWÖRUNGSPRAKTIKERS

Zweiter Weltkrieg Verschwörungen
Warum warnte Roosevelt Pearl Harbor nicht vor?
Von Sven Felix Kellerhoff | Veröffentlicht am 01.09.2016

Der japanische Luftangriff auf die US-Pazifikflotte am 7. Dezember 1941 provozierte Amerikas Kriegseintritt. Seitdem hält sich der Verdacht, dass Präsident Roosevelt den Raid billigend in Kauf nahm.

Datum: 7. Dezember 1941

Ort: Pearl Harbor, Hawaii

Opfer: 2403 tote und 1178 verletzte US-Bürger und 61 tote Japaner

Täter: US-Präsident Franklin D. Roosevelt

Tathergang: Am Morgen des 7. Dezember 1941 um 7.40 Uhr greifen japanische Trägerflugzeuge überraschend die US-Flottenbasis Pearl Harbor auf Hawaii an. Der Raid und wenig später folgende Angriffe auf die Philippinen und auf britische Stützpunkte in Ostasien eröffnen den Pazifikkrieg Japans gegen die westliche Welt. Als Reaktion erklärt Roosevelt Japan den Krieg – und setzt dennoch zuerst darauf, Großbritannien in Europa zu Hilfe zu kommen: „Germany first!“

Anmerkung NPR: Man vergleiche die Liste der Kriegserklärungen auf Seite 4 – Deutschland und die USA erklärten sich erst am  11.12.1941 wechelseitig den Krieg

Offizielle Darstellung: Die US-Regierung in Washington und das Militär wurden vom japanischen Angriff überrascht. Sie ahnten zwar, dass das seit 1931 aggressive und expansive Kaiserreich etwas plante, jedoch nicht, wo der Schlag erfolgen sollte. Da man das Hafenbecken zu flach für den Angriff mit Torpedos hielt, waren die Schlachtschiffe der Pazifikflotte nicht mit Netzen geschützt. Um die Flugzeuge des US Army Air Corps gegen Sabotage zu schützen, waren sie eng zusammen aufgestellt. Beides erleichterte den Angriff der japanischen Trägerflugzeuge, die über speziell ausgerüstete Torpedos verfügten. Die US-Befehlshaber in Pearl Harbor, Admiral Husband Kimmel und General Walter Short, wurden abgesetzt und frühpensioniert.

Anmerkung von NPR: Konkret wurde Kimmel und Short desKommandos enthoben und degradiert.

Plädoyer der Anklage: Roosevelt wollte Japan zum Angriff zwingen. Er brauchte einen möglichst hinterhältigen Angriff, um den Widerstand in der US-Bevölkerung gegen einen Kriegseintritt der USA zu brechen. Daher ließ er Japan vorsätzlich durch Handelssanktionen in eine Lage bringen, in der es nur noch den Ausweg des Präventivkrieges gab.

Anmerkung NPR: Siehe unter anderem Zeitungsbericht: Die Verschärfung in Fernost. Es gibt unzählige Zeitungsberichte aus der Zeit vor dem Angriff die die Situation Japans beschreiben. Insoferne WURDE Japan durch die bereits 1938 begonnenen und immer weiter verschärften Sanktionen tatsächlich zum Handeln genötigt.

Der Navy-Geheimdienst hörte Funksprüche der japanischen Marine ab, die US-Army hatte den diplomatischen Code Japans geknackt – Washington war voll informiert, gab sein Wissen aber nicht an die Kommandeure im Pazifik weiter.

Anmerkung NPR: In der Zeit vom 25. September 1940 bis zum Dezember 1941 war es den amerikanischen Armee- und Marine-Nachrichtendiensten (Office of Naval Intelligence [ONI]) gelungen, die geheimsten diplomatischen („J-19“, „PA-K2“ sowie „Purple“) und die militärischen Codes (z. B. „JN-25-A“ , „JN-25-B“ [= „5-Num-Code“] , der Kana-Code etc.) der Japaner fehlerfrei zu entschlüsseln.  Ein Marinebericht aus dem Jahr 1946 enthält den Hinweis, dass 188 von den US-Geheimdiensten dechiffrierte Nachrichten in den erwähnten Codes eindeutig auf einen bevorstehenden Angriff der Japaner auf Pearl Harbor hinwiesen.

Die veralteten Schlachtschiffe waren militärisch nicht besonders wertvoll – die viel wichtigeren Flugzeugträger „USS Enterprise“ und „USS Lexington“ aber waren nicht im Hafen, als der Angriff stattfand.

Plädoyer der Verteidigung: Roosevelt wusste, dass Japan etwas vorhatte – aber weder was noch wo, noch wann. Er rechnete nach Aufzeichnungen von Vertrauten offenbar mit einem Angriff auf die Philippinen; eine Attacke auf Pearl Harbor schien unwahrscheinlich.

Die US-Geheimdienste konnten zwar japanische Funksprüche entschlüsseln, aber die daraus gewonnenen Informationen wurden erst nach dem 7. Dezember 1941 verständlich. Die japanische Angriffsflotte hielt Funkstille und wurde nicht geortet.

Anmerkung NPR:  Kongressdokument (16) Der Dorn-Bericht befand – (A) dass Armee und Marine Beamte in Washington eingeweiht waren und japanische diplomatische Kommunikation abgefangen hatten, die entscheidende Informationen für die Bedrohungen des Krieges sei.

Auch die angebliche Funkstille der Japaner bis unmittelbar vor dem Angriff wurde nicht eingehalten! Zahlrei­che Funksprüche der japanischen Flotte wurden von diversen US-Stellen (so zum Beispiel von dem Passagierschiff „SS Lurline“) mitgehört und sofort entschlüsselt. Nach 17jähriger Forschungsar­beit entdeckte und veröffentlichte der amerikanische Historiker und hoch dekorierte Weltkriegsvete­ran Robert B. Stinnett insgesamt 129 (!) japanische Funksprüche, von denen alleine am 6. Dezember 1941 vier Radiotelegramme vom militärischen US-Ge­heimdienst mitgehört, entschlüsselt und drei Stunden (!) vor dem Angriff auf Roosevelts Schreib­tisch lagen. Mit seinem Scrambler-Telefon hätte er die Hawaii-Inseln sofort warnen können, aber er tat es nicht!

In Pearl Harbor lag an diesem Morgen die moderne Hälfte der US-Schlachtflotte. Die „USS Enterprise“ sollte eigentlich schon am Abend des 6. Dezember 1941 wieder einlaufen, wurde aber durch einen Sturm aufgehalten.

Dass die US-Stäbe von dem Angriff völlig überrascht wurden, zeigt auch ihre Unfähigkeit, die Philippinen in Alarmbereitschaft zu versetzen. Wegen der Zeitverschiebung war es auf den Philippinen noch Nacht, der japanische Luftschlag konnte dort erst neun Stunden später beginnen. Dennoch wurden die modernen US-Bomber am Boden zerstört.

Geheimnisse: Was meinte US-Kriegsminister Henry Stimson mit seinem Tagebucheintrag vom 25. November 1941: „Wie können wir sie (die Japaner; die Red.) in eine Lage manövrieren, in der sie den ersten Schuss abgeben, ohne zu riskieren, dass uns allzu viel passiert?“ War das der versteckte Hinweis auf ein teuflisches Komplott der Roosevelt-Regierung gegen das eigene Volk?

Anmerkung NPR: Es war kein Geheimnis das die US-Regierung alles unternahm die Japaner zu reizen und setzten diese bereits seit 1938 wirtschaftlich unter Druck (Siehe Zeitungsbericht vom 30. Juli 1941) – und ja nach dem Nachweis das die Regierung Bescheid wusste war dies eine Anspielung auf den Komplott gegen die eigenen Soldaten auf Hawaii

Nerdwissen: In Washington D. C. lag ein Acht-Punkte-Plan über die Eskalation der Situation im Pazifik vor, verfasst von Fregattenkapitän Arthur H. McCollum am 7. Oktober 1940. Allerdings gibt es keinen Beweis, dass dieser Plan jemals ins Weiße Haus gelangt sein könnte. Auch hielt sich Roosevelt keineswegs an dieses angebliche „Drehbuch“. Weder stationierte er US-Streitkräfte in den britischen und niederländischen Stützpunkten in Ostasien, noch entsandte er Geschwader schwerer Kreuzer und moderner U-Boote zu den Philippinen. Im Kern gab es zwischen McCollums „Plan“ und Roosevelts Politik nur zwei sehr allgemeine Übereinstimmungen: Unterstützung der nationalchinesischen Regierung von Tschiang Kai-schek und Verhängung eines Handelsembargos gegen Japan – beides wurde in der Regierung bereits vor Oktober 1940 diskutiert.

Urteil: Japan ist nicht zum Angriff auf Pearl Harbor gezwungen worden. Roosevelt suchte zwar einen Anlass, an der Seite Großbritanniens in den Krieg zu ziehen, aber er führte ihn nicht selbst herbei. Die Attacke kam tatsächlich überraschend.

Anmerkung NPR: Das Kongressdokument beweisst das Gegenteil: Kongressdokument (7) Am 15. Juni 1944 wurde durch eine Untersuchung von Admiral T. C. Hart durchgeführt, auf Anweisung des Sekretärs der Marine, die bestätigt, dass Washington essentielle Informationen, über japanische Absichten und Kriegspläne hatten , diese jedoch nicht mit Admiral Kimmel geteilt haben und (C)  Generalleutnant Short am Abend des 6. Dezember und am frühen Morgen des 7. Dezember keine kritischen Informationen erhielt, die besagten, dass ein unmittelbarer Angriff aus Japan bevorsteht, obwohl es genügend Zeit gab, um diese zu übermitteln.

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Der Originaltext findet sich im Internet unter: http://www.ibiblio.org/hyperwar/PTO/Dip/DecWar-J.html

Stinnett, Robert B.; in: Provoziertes Trauma? Ein neues Buch über Pearl Harbor wirft Fragen auf. In: 3sat-Magazin „Kulturzeit“, 4. 9.2003. – Vgl. dazu vor allem auch: Stinnett, Robert B.: Pearl Harbor. Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben ließ. Frankfurt am Main 2003 (Originaltitel: Day of Deceit: The Truth about FDR and Pearl Harbor [USA 2001])

Vgl. Stinnett, Robert B.: Pearl Harbor. Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben ließ. Frankfurt am Main 2003 (Originaltitel: Day of Deceit: The Truth about FDR and Pearl Harbor [USA 2001]). – Vgl. dazu auch: Provoziertes Trauma? Ein neues Buch über Pearl Harbor wirft Fragen auf. In: 3sat-Magazin „Kulturzeit“ vom 4. September 2003

Vgl. Stinnett: a. a. O. sowie: Iserbyt, Charlotte Thompson: What we need to know about Pearl Harbor and why. Suspicious of FDR’s orders, Admiral Richardson was soon relieved by Roosevelt. In: The Times Record, Com­mentary, Dec. 28, 2001, p. 21

(Internet: http://www.deliberatedumbingdown.com/OtherPDFs/Pearl_Harbor___Iserbyt.pdf)

Seite 4 – Liste der Kriegserklärungen vom 31.08.1939 bis 31.12.1941

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