Nichts ist so verlässlich wie das Nichts aus Politik!

Wenn, wäre, hätte. Ja, ja. Der Druck. Warum Politiker werden, wenn man sich bei geringstem Druck drückt? Klar doch, wenn alles für den BK so unproblematisch nach Wunsch verliefe, wow, dann hätte er knallhart… aber seid getrost, beim zweiten Mal, dann… so sicher nicht, oder so! Wer glaubt ihm oder irgendwem im Parlament noch etwas? Sie? Im Standard konnte man davon lesen und auch darüber, dass vom Volk kaum noch Vertrauen in ihre Regierung gesetzt wird, gemeint konkret und im speziellen Fall jetzt, in die Rot-Schwarz-Eiertanz-Regierung.

Wir wählen am Ende Erfüllungsgehilfen, die brav und kritiklos den fortwährenden   Konjunkturabschwung in allen gesellschaftlichen Belangen begleiten und verwalten und uns diesen als unvermeidbar verkaufen. Als stünden sie dem hilflos gegenüber, wie die Maus vor der Schlange.

Fazit: Den Druck aber seitens der Bevölkerung wie der eigenen Parteibasis scheint Kern nicht wirklich ernst zu nehmen! Betrifft auch seinen Vorgänger, der ruckzuck die Kurve kratzte. Hier erkennt man deutlich unseren regierungspolitisch eingeschlagenen Weg. Schauplatzwechsel: Die Basis der spanischen Sozialisten bezichtigt ihren Parteivorstand der „Judasse“, weil dieser der gegnerischen Minderheitsregierung zustimmte. Tja, das könnte womöglich unseren heimischen Sozialdemokraten bald passieren. Kameraschwenk: Die Europäischen Grünen vollführen einen reißverdächtigen Gesinnungswandel, weil immer mehr von ihnen opportune Wendehalsigkeit betreiben. Grüne wie Rote mutieren immer mehr zu braven Einpeitschern dieser EU-Konstellation.

Die Chuzpe: Gleichzeitig fordern sie – wie überhaupt alle im Parlament vertretenen, politischen Organisationen – innerparteilichen Schulterschluss (Unwort der Jahrzehnte!) ein und pfeifen ganz locker auf die Meinung der Parteibasis. Geht’s noch, Freunde? Einigkeit nur mehr des Wahlkalküls wegen??? Einigkeit muss aus innerster Überzeugung kommen, nicht wahr? Die, die nach weltweiter Demokratie schreien, treten sie gleichzeitig mit Füßen!

Ich denke an meine Ostafrika-Aussendungen und an unsere Zeit mit den Moran, den Massai-Kriegern in jungen Jahren, und nehme sie als Metapher für die „Standfestigkeit und Mut“ unseres BK’s: „Wenn der Löwe hinter mir alt, satt und betäubt wäre, dann hätte auch ich mich ihm sehr mutig gestellt!“ Natürlich sind Politiker nicht wirklich hilflos, sondern willenlos. Die politisch zeitgemäße Fatalität fußt auf den 3-F-Eigenschaften: feudalistisch, faul und feige durch das permanent devote Schielen zum globalisierten, exakt, zum global fast lückenlos vernetzten Establishment der Egomanen. Könnte gegen diesen Vorwurf der Spruch – „Jedes Volk kriegt die Regierung, die es verdient“ – halten? Hat das heute noch Gültigkeit? Verdienen wir alle uns diese Politik? Das Recht geht vom Volke aus, heißt’s zum Beispiel in unserer Verfassung, nicht wahr? Aber auch sein Unmut und der Zorn…

Wahlprinzipien

Grundsätzlich wähle ich eine Gruppe, Partei oder eine Person, weil ich von deren Gesinnung überzeugt bin und sie ebenfalls vertrete. Ich wähle doch nicht „ETWAS“, was keine Eigenmeinung hat, bzw. diese nur nach zeitgemäßen Strömungen ausrichtet. Da wird das Wählen doch nur mehr zur Farce, oder? Die bislang sich demokratisch präsentierende Parteienlandschaft könnte bald völlig ad absurdum geführt werden.

Ein Freud’scher Versprecher?

Am vergangenen Sonntag vernahm ich in den ORF2-Abendnachrichten, dass Russland die USA-Weltherrschaft nicht anerkennen will. Wie bitte? Diese Aussage verrät, dass die USA diesen Anspruch längst stellte und davon ausgeht, dass wir alle das sang- und klanglos akzeptieren. Da teile ich die Meinung Putins. Ich möchte überhaupt keine einseitig dominierte Weltherrschaft, schon gar nicht eine elitäre und wirtschaftsliberale!!! Andererseits kann man in manch Meinungsforen lesen, dass sich am Ende die Machtblöcke USA, RUS und CHR einig sind, weil sie wirtschaftlich von einander abhängen. Apropos ORF:

Nicht nur mir fiel der Stimmungsmacheschwenk auf. Lange hat der ORF den Gegnern der hinterrücks längst vorbereiteten und geplanten Freihandelsverträge zwischen EU und Amerika Raum und Zeit gegeben und vermittelte Solidarität mit ihnen. Heute? Jeder Gegner wird jetzt als Blockierer und Verhinderer einer tollen Wirtschaftszukunft fast schon an den Pranger gestellt. So einen ORF will ich nicht! Manipulieren und hetzen. Und uns mit Unterhaltung überfüttern. Gelegentlich Nichtigkeiten uns zum Abstimmen vor die Füße werfen um das demokratische Bedürfnis ein bisserl zu befriedigen. All das, damit im Hintergrund die Systemhalter ungestört nach Plan weiterarbeiten können.

Da wünsche man sich die Rote Götterdämmerung…  Wie schon öfter gesagt, wir alle, samt unserer Regierung, brauchen sämtliche, nur denkbar möglichen, negativen Konsequenzen dieser Knebel- und Aushebelverträge um zu kapieren, was wir einst versäumt haben, nämlich: Wehret den Anfängen!

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