Die Feinde des Bargelds lassen nicht locker

Wie ernst die Situation ist, zeigte unter anderem das jährliche Treffen der Zentralbanken dieser Welt in Jackson Hole (Wyoming) in den USA. Es war der Harvard-Professor Marvin Goodfriend, der den Geist in einem Thesenpapier aus der Flasche ließ. Darin positioniert sich Goodfriend, der von der Fed über die Bundesbank bis zur japanischen Nationalbank die allermeisten Zentralbanken dieser Welt berät, in erschreckender Deutlichkeit.

 

In der nächsten (unausweichlich kommenden) Wirtschaftskrise müssen die Zentralbanken in der Lage sein, so der Harvard-Professor, die Zinsen noch sehr viel deutlicher in den negativen Bereich zu drücken.

Er hält dabei fünf oder sechs Prozent Negativzinsen nicht nur für denkbar, sondern für notwendig. Derartige Zinssätze werden den Zentralbanken aber nur dann möglich, wenn das Bargeld zuvor abgeschafft wurde. Goodfriend sagt dies unmissverständlich und macht damit auch deutlich, was das eigentliche Motiv der Bargeldabschaffung ist: Die breite Umsetzung von Negativzinsen.

Da ihm klar ist, dass eine Abschaffung des Bargelds in einem Schritt zu viel Widerstand hervorrufen würde, schlägt er eine langfristige Strategie vor. In kleinen Schritten soll man sich dem großen Ziel nähern. Er setzt dabei nicht nur auf staatliche Verordnungen und Gesetze zur Einschränkungen der Bargeldnutzung, sondern auch auf die Kooperation mit den Finanzunternehmen. Diese sollen die Nutzung immer unattraktiver machen – beispielsweise durch höhere Gebühren für Barabhebungen, die Verweigerung von Barüberweisungen und ähnlichem. Somit ist es wenig verwunderlich, weshalb beispielsweise der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, auf dem diesjährigen World Economic Forum in Davos davon sprach, dass Bargeld in zehn Jahren nicht mehr existieren werde, weil es „so unpraktisch ist“.

Während also die Finanzinstitute Bargeld nach Kräften unattraktiv machen werden (schließlich können sie dann alternativlos hohe Gebühren für ihre Dienste verlangen), arbeitet die Politik nach Kräften daran, den praktischen Nutzen von Bargeld zu reduzieren. Die Finanzminister der Bundesländer beispielsweise unterstützen mit überwältigender Mehrheit die von der Bundesregierung angestrebte Obergrenze für Bargeldzahlungen.

Nur der bayerische Finanzminister, Markus Söder (CSU), spricht Klartext: „Eine Begrenzung auf 5.000 Euro wäre der Einstieg in die endgültige Abschaffung des Bargelds“, hatte er gegenüber dem Handelsblatt erklärt. Seine Kollegen hingegen schieben die ebenso altbekannten wie falschen Argumente vor, dass eine solche Obergrenze der Bekämpfung der Kriminalität – insbesondere der Geldwäsche – sowie dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus diene.


Große Kundgebung: Samstag, 22. Oktober, Hauptwache in Frankfurt a.M.

Wir sehen also, dass die Menschen und Bürger im Land in der Frage des Bargeldes einem ungeheuren Propagandabombardement ausgesetzt sind. Eben weil sie intuitiv spüren, dass Bargeld ein essentieller Garant der Freiheit ist, versuchen Politik und Finanzkonzerne ihnen das Gegenteil weiszumachen. Wir lassen daher nicht nach, über die Pläne der Politik in dieser Frage aufzuklären und die Bürger in ihrem intuitiv so richtigen Gefühl zu bestärken und ihnen auch ganz rationale Argumente an die Hand zu gegeben, weshalb das Bargeld erhalten werden muss. Natürlich wollen wir auch die Menschen erreichen, die sich noch gar nicht bewusst sind, welche Gefahr die schon weit vorangeschrittenen Pläne der Politik für ihre Freiheit darstellen.

Für letzteres ist die Besetzung des öffentlichen Raumes ein wichtiges Mittel. Deshalb veranstalten die Initiative Stop-Bargeldverbot am Samstag, 22. Oktober, eine großen Kundgebung an der Hauptwache in Frankfurt am Main. Gemeinsam mit dem Verein Pro Bargeld e.V. werden alle Freunde des Bargelds und der Freiheit eingeladen, gemeinsam ab 14:00 für den Erhalt des Bargelds einzustehen. Als Redner werden unter anderem Prof. Joachim Starbatty (MdEP), der Münchner Vermögensverwalter Gottfried Heller sowie Thorsten Schulte (Pro Bargeld e.V.) und Dagmar Metzger (Stop Bargeldverbot!) auftreten. Kommen Sie zahlreich und unterstützen Sie uns lautstark in unserem Bestreben, das Bargeld und damit die Freiheit dauerhaft zu erhalten.

Auch im virtuellen Raum gilt es unser Anliegen weiter klar und deutlich zu vertreten. Auf Youtube und unser Homepage können Sie ein kurzes Aufklärungsvideo zum drohenden Bargeldverbot abrufen. Darin setzen sich unsere Experten Prof. Friedrich Schneider, Prof. Hans-Werner Sinn und Prof. Henning Zoz mit den vorgetragenen Argumenten für eine Abschaffung des Bargelds auseinander und zeigen auf, was tatsächlich dahinter steht: lohnende fünf Minuten.

Der Kampf gegen das Bargeld ist in vollem Gange und sein Ausgang höchst ungewiss. Denjenigen, die es abschaffen möchten, ist kein Argument zu weit hergeholt und keine Studie zu unwissenschaftlich, um die völlig berechtigten Sorgen der Bürger zu zerstreuen. Deshalb ist es auch weiterhin so wichtig, für den Erhalt des Bargelds kämpfen. Teilen sie unsere Informationen mit ihren Freunden. Werden Sie ein Teil des Netzwerkes für den Erhalt des Bargelds. Kommen Sie am 22. Oktober um 14 Uhr zur Frankfurter Hauptwache. Zeigen Sie Flagge für die Freiheit und unterstützen Sie uns vor Ort.

 

bargeld-zitate

Quellen:
https://www.volkspetition.org
http://stop-bargeldverbot.de/zitate-und-bilder-unserer-erstzeichner/

 

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