Wie die USA heucheln und die russische Antwort zur US-Weltordnung

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu antwortet dem US-Verteidigungsminister Asthon Carter mit klaren Worten was von der „Amerikanischen Weltordnung zu halten ist. Die Heuchelei der USA wird immer oder war schon immer grotesk. Seien es amerikanische Kampfflugzeuge die von Russland abgefangen werden oder wie kürzlich ein US-Zerstören an Irans Grenzen. Der Provokateur ist, wie könnte es anders sein, immer der Andere. Die Amerikaner wie im „Wilden Westen“!

 

Der russische Verteidigungsminister Schoigu antwortet dem US-Verteidigungsminister

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat dem US-amerikanischen Verteidigungsminister Ashton Carter mit klaren Worten geantwortet, nachdem dieser Russland öffentlich beschuldigte die „Grundpfeiler der Weltordnung“ zu untergraben.

Schoigu sagte: „Man sollte nicht die Ordnung der Welt mit der US-amerikanischen Weltordnung verwechseln.“

Laut dem russischen Verteidigungsminister – habe gerade die USA für ein Ungleichgewicht in den internationalen Beziehungen gesorgt, angefangen mit Jugoslawien, und fortgeführt im Irak und Libyen. Mit ihrem Handeln zerstörten die USA und ihre westlichen „Partner“ die Grundordnung der Welt, und ihre Grundpfeiler. Die Unterstützung einer „Weltordnung“ obliegt der gesamten Weltgemeinschaft – und nicht ausschließlich den USA. Die Stützung einer Weltordnung ist ein natürliches Vorrecht („Prärogative“) der ganzen Menschheit und aller Völker – und nicht nur das des Pentagon. Russland hat sich schon immer – und so auch jetzt – für eine multipolare und gerechte Welt ausgesprochen, in der eine Weltordnung den Interessen aller Völker und Staaten entspricht – und nicht nur einer bestimmten Gruppe, und schon gar nicht einer Macht.

Je früher die US-amerikanischen Kollegen genau das einsehen, desto schneller werden alle Konflikte und Meinungsunterschiede gelöst werden, und nicht nur der in Syrien, so der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Wie die USA heucheln, wenn sie über „fremde“ Provokationen sprechen

Eine neue Mikrokrise geschah Ende August in der Nähe der Straße von Hormus, als die kleinen Patrouillenboote der iranischen Revolutionsgarden den amerikanischen Zerstörer „Nitze“ abgefangen haben, und weiter von ihm ein paar Meter entfernt schwammen. Der Zerstörer reagierte mit einigen Warnschüssen. Die US-Beamte haben den Vorfall sofort als eine schreckliche Provokation eingestuft, was mit einem folgsamen Echo die US-Medien meldeten.

Niemand hinterfragte sich, warum es keine Provokation seitens der USA sein könnte: Ein Zerstörer mit mächtigen Waffen um 6000 Meilen von der amerikanischen Küste entfernt zu schicken (sowie andere Kriegsschiffe), und dabei ihm zu erlauben, sich an die iranische Küste ein paar Meilen zu nahe kommen. Doch als Provokation wurde sofort das Abfangen des Militärschiffes durch den Iran angesehen.

Ein solches Szenario sehen wir zu oft: Hier wirkt eine Überzeugung, dass alle Aktionen der US-Streitkräfte in der Welt nicht nur zulässig sind, sondern außerhalb jeder Kritik bleiben sollten. Dieser Schlussfolgerung zufolge hatten Washington und seine Verbündeten jedes Recht, eine geschlossene Randzone für Militärflugzeuge zu verhängen, um in den 1990er Jahren das Ergebnis des internen Konfliktes in Bosnien zu beeinflussen.

Genauso hatten die USA jedes Recht, ähnliche Beschränkungen für den Irak zu verhängen. Als Spitzen von Serben und der irakische Diktator Saddam Hussein diese Maßnahmen eingehalten hatten, stellte es sich heraus, dass genau deren Handlungen zu einer Eskalation der Krise geführt haben. Eine sehr ähnliche Logik beobachte wir heute, wenn die USA sich in den «Bürgerkrieg» in Syrien einmischen.

Die Einmischung Irans in den Konflikt, der in dem Nachbarstaat entfesselt wurde, wird als Beweis für die vorhandene verwerfliche Interessen des Landes angesehen. In ähnlicher Weise halten die US-Falken die Einmischung Russlands empörend und beschämend, und sehen bei diesem «beschämende» Motive, trotz den Tatsachen, dass Syrien sich kaum mehr als tausend Kilometer von der südlichen Grenze Russlands befindet, und dass die herrschende Dynastie von Assad seit Jahrzehnten ein politischer Verbündeter Russlands ist.

Auch die Obama-Regierung war über die Arroganz Putins empört, der die russische Flugzeuge zur Unterstützung der bedrängten Regime von Präsident Baschar al-Assad schickte. In allen US-Medien, sowie in den politischen und außenpolitischen Gemeinden, wurde militärische Intervention von Moskau in Syrien als völlig illegitim angesehen. Doch US-Intervention aus einer Entfernung von 10.000 km wurde nicht nur als notwendig beurteilt, sondern als notwendige und unvermeidliche Maßnahme angesehen, sowohl strategisch als auch moralisch.

Die Vermutung, dass keine einzige US-Militärintervention provokativ ist, kommt sogar dann auf, wenn die US-Truppen in unmittelbarer Nähe zu anderen Großmächte handelt. Somit werden die sogenannten Marine-Patrouillen freier Schifffahrt im Südchinesischen Meer, die tausend Meilen von Amerika sich befinden, als eine völlige Norm angesehen, obwohl Peking strikt dagegen ist, und hält solche Patrouille für gefährlich, provokativ und nicht akzeptabel.

So ist es auch, dabei befindet sich das Südchinesisches Meer viel näher an China als an die USA. Die ähnliche Doppelstandards sehen wir in der Platzierung von amerikanischen und russischen Kriegsschiffen, sowohl in der Ostsee als auch im Schwarzen Meer. Die USA beschweren sich ständig, dass die russischen Schiffe und Flugzeuge die Störeinsätze nahe der US-Schiffe vornehmen. Aber nichts wurde über die Tatsache gesagt, dass Moskau jedes Recht hat, die Aktionen der amerikanischen Militärschiffen in so unmittelbarer Nähe zu Russland als Bedrohung für die eigene Sicherheit zu betrachten. Die Beamten der Obama-Regierung lehnen rücksichtslos die russische Sorge ab, und dulden keinen Widerspruch.

In Bezug auf Iran, China und Russland sollten wir alle eine einfache geistige Übung machen. Wie würden die Vereinigten Staaten reagieren, wenn die Seestreitkräfte eines anderen Staates ohne Einladung in den Gewässern in der Nähe der Hoheitsgewässer der Vereinigten Staaten vordrängen und trotz Washingtons Einwände, wiederholt eindringen würden? Es ist unwahrscheinlich, dass die US-Beamte oder US-Bürger dies für eine freundliche Handlung hielten.

Stellen Sie sich zum Beispiel die US-Reaktion vor, wenn die Flotte der chinesischen Kriegsschiffe regelmäßig die Übungen im Golf von Mexiko im Namen der «Freiheit des Schiffsverkehrs» durchführen würden. Genauso so schwierig ist es sich vorzustellen, dass die Amerikaner beim Anblick der russischen U-Abwehrschiff und der U-Jagd-Kreuzer in den Gewässern von Cape Cod ungerührt blieben.

Die US-Beamten und die US-Medien sollten lernen, tiefer und dünner zu verstehen, wie andere Regierungen und Menschen die US-Militäraktionen wahrnehmen. Eine beschränkte Sicht, dass «wir die Guten sind, daher könnte nichts von dem, was wir tun, falsch und provokativ sein», ist kurzsichtig und gefährlich.

Aus dem Blickwinkel der anderen Ländern können die «vernünftigen» US-Aktionen eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Trotz der Risiken wollen einige dieser Länder sich nicht mehr Washingtons Stärke beugen.

https://russian.rt.com/article/320612-shoigu-ne-nuzhno-putat-mirovoi-poryadok-s
http://de.news-front.info/2016/09/12/wie-die-usa-heucheln-wenn-sie-uber-fremde-provokationen-sprechen/

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