Nigel Farage: Ein Rücktritt mit Fragezeichen!

 

Nachdem gleich nach dem Brexit als erster der Verursacher des Brexit-Schlamassels Premier David Cameron zurücktrat, folgte auch der Rücktritt des ehemaligen Bürgermeisters von London Boris Johnson. Der Dritte im Bunde Nigel Farage warf ebenfalls überraschend das Handtuch. Bei Farage muss man sich allerdings die Frage nach dem „Warum“ stellen.

 

2015 versprach Cameron im Fall seiner Wiederwahl ein EU-Referendum abzuhalten. Er wettere massiv gegen die „Europäische Union“ was bei den Wählern auf fruchtbaren Boden fiel und er gewann daher die Wahl gegen seinen Mitbewerber Ed Miliband. Dem Anti EU-Kurs folgend, verhandelte Cameron schlussendlich mit der EU weitere „Deals“ aus. Im Gegenzug dafür gab es eine Kehrtwende seiner EU-Politik. Cameron wurde vom Saulus zum Paulus,  liebte plötzlich seine EU wieder und war damit auf Pro-EU-Linie. Ein Politisches Chamäleon erster Klasse.

Während der Rücktritt Cameron´s „Zur Kenntnis genommen“ wurde und dieser relativ ungeschoren davon kam, schossen sich Politiker und Medien auf Nigel Farage und Boris Johnson ein.

Farage der 25 Jahre keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen die EU machte und oft mit seinen Aussagen für Wirbel sorgte, wurde, nachdem dieser „unsägliche“ EU-Zerstörer seinen Rücktritt bekannt gab,  zum Liebling der Medien. Vorher medial vollkommen ignoriert und bei vielen unbekannt, außer man las „alternative Medien“,   wurde dieser nun zur Gallionsfigur der „Feiglinge die sich schleichen wenn es ernst wird“. Farage wird nun durch den Kakao gezogen, wohl um an ihm ein Exempel zu statuieren nach dem Motto: „Das blüht dir wenn du nicht für uns bist“.

Nigel Farage tritt zurück Jean Claude Juncker – kanzelt Farage ab

 

Das Exempel führt uns aber nun zu der viel interessanteren Frage die im Mainstream nicht gestellt wurde. WARUM WIRKLICH? Wer hat ihn unter Druck gesetzt? Denn es ist schon auffällig: Immer, wenn Europas Völker ein Votum abhalten, welches nicht dem Willen von Eliten und Finanz-Mafia entspricht, treten eiligst einige Politiker „aus freien Stücken“ zurück.

Eine auffällige Parallele: Der Rücktritt des griechischen Ministers Varoufakis nach der erfolgreichen Abstimmung gegen die Sparpläne von EU-Parlament und Banker. Auch er erklärte eilig, dass er sich nun zurückziehen müsse. Auch der UKIP-Parteichef Farage begründete seinen Rücktritt mit dem vielsagenden Satz: „Ich will mein Leben zurück.“ Dass er damit eben nicht den Rückzug in ein Privatleben meinen konnte, in welchem er unerkannt Café trinken oder Shoppen gehen konnte, ist jedem klar, der den Werdegang des EU-Austritts-Initiators näher verfolgt hat.

Sieg „ohne einen Schuss“

Am Tag des erfolgreichen Referendums zeigte sich Farage kämpferisch und zum Aufbruch zu neuen Ufern entschlossen. Er wählte seine Worte ganz bewusst und sprach von der Sonne, die nun über einem unabhängigen Großbritannien aufgehen würde.
„Wir haben gegen die multinationalen Konzerne gekämpft, gegen die großen Banken, gegen die große Politik, gegen Lügen und Korruption.“ Der Tag des BREXIT wäre ein „Tag der Wahrheit, der Anständigkeit“ und sinnbildhaft für den „Glauben an die Nation.“ Voll Freude über die unblutige Revolution sagte er: „Wir siegten, ohne dass ein Schuss abgefeuert wurde, nur mit harter Überzeugungsarbeit in unserem Land.“
Den Sieg hätten er und seine Anhänger für alle Europäer errungen, die an ein Europa der Nationalstaaten glauben würden. Er forderte seine Landsleute auf jetzt anzupacken, die falschen „EU-Flaggen einzuholen und die Hymne zu verbannen und alles, was so unsäglich falsch war.“ Der 23. Juni sollte als Unabhängigkeitstag in die Geschichte der Briten eingehen.

Das waren wahrlich nicht die Worte eines Mannes, der insgeheim seinen Rücktritt vorbereitete. Das waren die Worte eines Politikers, der gestärkt durch das Votum seines Volkes zu neuen Taten schreiten wollte.

Die Frage, die gestellt werden muss: WER hat Farage unter Druck gesetzt?

Eigenbeitrag und aus Quelle:
Wer hat Farage erpresst?

Weitere Links:
Christoph Waltz über Nigel Farage: „Die Oberratte verlässt das sinkende Schiff“
Der Rücktritt des Brexit-Gesichts in fünf wütenden Tweets
Rückzug von Farage und Johnson: Aufhören, wenn es am schlimmsten ist
Brexit: Jean Asselborn nennt Rückzug von Nigel Farage feige

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