G7 in Japan, TTIP, Sanktionen, Russland und 5000 Tonnen US-Munition nach Deutschland

US-Armee verschifft 415 Schiffscontainer mit mehr als 5.000 Tonnen Munition nach Deutschland – In der Abschlusserklärung der G7 in Japan riefen die Staats- und Regierungschefs Moskau zur „völligen Umsetzung der Auflagen des Minsker Friedensabkommens“ und drohen mit „weiteren restriktive Maßnahmen, um die Kosten für Russland zu erhöhen, wenn dies nötig sein sollte“. G7-Staatschefs drohen mit Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und Umsetzung von TTIP 2016.

Eine eigene Passage wurde der Zusammenarbeit mit Russland gewidmet. Die Teilnehmer erklärten, dass, wenn es das Verhalten Russlands „verlange“, die G7 bereit sind „weitere restriktive Maßnahmen vorzunehmen, um die Kosten für Russland zu erhöhen, wenn dies nötig sein sollte“. Gleichzeitig wurde aber auch ein Senken der Sanktionen in Aussicht gestellt, wenn „Moskau vollständig die Minsker Vereinbarungen erfüllt“.

Über die Verlängerung der Sanktionen soll Mitte des Jahres abgestimmt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Journalisten gegenüber:

„Die Sanktionen sind an die Erfüllung von Minsk gebunden. Wir hoffen in den nächsten Wochen auf Fortschritte, weil es hier jetzt auch einige Aktivitäten gibt.“

Neben Russland wurden auch eine Reihe anderer Themen der globalen Politik diskutiert. Dazu gehörte das globale Wirtschaftswachstum. Die G7 erklärten, dass es von entscheidender Bedeutung sei, die weltweite Nachfrage anzukurbeln. Dafür sollen alle budget-, geldpolitischen und strukturellen Maßnahmen ergriffen werden. Auch sollen die Bemühungen verstärkt werden, „die Verschuldung auf einen nachhaltigen Weg zu bringen“. Als Risiko für das wirtschaftliche Wachstum wird vor allem der Brexit betrachtet. Alle G7-Staaten sprachen sich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU aus.

Zum Thema TIPP heißt es:

„Wir werden darauf hinwirken, dass wir TTIP in diesem Jahr fertigstellen können“.

US-Armee verschifft 415 Schiffscontainer mit mehr als 5.000 Tonnen Munition nach Deutschland

waffentransport
US-Streitkräfte beim Verladen von Panzern in Bremerhaven

 

Krieg gegen Russland: US-Armee verschifft 415 Schiffscontainer mit mehr als 5.000 Tonnen Munition nach Deutschland! Die US-Militär hat offenbar 5.000 Tonnen Munition nach Deutschland geliefert. Die Ausrüstung soll die US-Armee in Europa für ihre Missionen erhalten. Als Grund wird ein aggressiver auftretendes Russland genannt. Schon vor Wochen haben die USA eine massive Anzahl von Containern auf die Reise geschickt. Insgesamt wurden 415 Schiffscontainer benötigt, um die riesige Menge an Munition zu befördern. Vergangene Woche legte der Frachter in Nordenham bei Bremerhaven an. Am Donnerstag wurde der explosive Inhalt per Zug ins Waffenlager in Miesau transportiert. Das Depot liegt etwa 15 km westlich von Kaiserslautern.

Über 5.000 Tonnen Munition liegen nun in Rheinland-Pfalz und warten auf Ihren Einsatz. Es handelt sich bei der extremen Aufrüstung um die größte Lieferung von Munition seit 10 Jahren, die die USA nach Europa verschickt haben. Dies ist sicherlich nicht nur eine logistische Besonderheit, sondern auch eine offensichtliche Nachricht an Russland.

Waffen und Munition werden regelmäßig transportiert, doch selten wird es publik gemacht. In diesem Fall wird sogar auf der amerikanischen Webseite Stars & Stripes ein Foto veröffentlicht, wie die Container abgeladen werden. Darüber hinaus zeigt es noch einen Mitarbeiter und dieser wird sogar namentlich erwähnt.

Dort wird erklärt, dass die gigantische Munitionslieferung der USAREUR, also der US-Armee in Europa dienen soll. Ihr werde diese Unterstützung helfen, ihre Missionen auf dem Kontinent zu verstärken – insbesondere an der östlichen Flanke der NATO-Gebiete. Als Grund wird hierbei ein aggressiver auftretendes Russland genannt.

Außerdem wird ein Col. Matthew Redding zitiert, der die Lieferung überwachte: „Dieser kritische Transport wird uns helfen auch weiterhin die NATO-Allianz aufrechtzuerhalten. Dass es sich dabei um die größte Lieferung seit 10 Jahren handelt, zeigt wie sehr wir dazu bereits sind unsere Alliierten zu verteidigen.“ Wer die verbündeten Partner angreife wurde allerdings nicht direkt gesagt.

Als Begründung für das Aufrüsten reicht weiterhin der Einsatz Russlands in der Ukraine 2014. Damals wurde auch eine besondere Einheit der NATO ins Lebens gerufen: Die Very High Readiness Joint Task Force oder kurz VJTF soll zum Schutz vor den sogenannten Sicherheits-Herausforderungen durch Russland eingesetzt werden und zusätzlich auf die Risiken im Mittleren Ostern und Nordafrika reagieren.

Es gibt jedoch vielleicht zu denken, wenn eine spezielle Einsatztruppe erst knapp 2 Jahre nach ihrer Gründung mit Material versorgt wird. Doch die Lieferung hat nicht nur einen ideellen Wert oder Brisanz gegenüber Russland. Ein bedeutender Teil der Munition soll auch bald zum Einsatz kommen und zwar in Polen. Bei einer Truppenübung mit dem Namen „Anakonda“ (siehe Video am Anfang des Artikels) werden rund 25.000 Soldaten aus 24 Ländern im Einsatz sein, so die US-Army in Europa auf ihrer Homepage.

Wie viel von den 5.000 Tonnen nach dieser Feuerprobe noch übrig sein soll, ist derzeit ungewiss. Jedoch wird ebenfalls deutlich gemacht, dass dieser Munitionsvorrat der U.S. Armee auch für spontane Einsätze zur Verfügung steht.

Auf NBC-News klingt der Munitionstransport schon etwas aggressiver. Hier bezieht sich der Autor auf die kürzliche Diskussion um einen neuen Kalten Krieg. Ausgehend vom russischen Premierminister Dmitry Medvedev, der auf der Münchner Sicherheitskonferenz der NATO vorwarf, Russland gegenüber „unfreundlich und undurchsichtig“ zu handeln. Medvedev wundere sich, ob es 2016 oder 1962 sei, berichtet NBC News.

Vor diesem Hintergrund ist die Munitionslieferung ein weiteres Zeichen gegen Russland. Wobei die 5.000 Tonnen letztlich nur ein Tropfen auf dem heißen Gewehrlauf sind. Wirft man einen Blick auf die Anzahl der Militärbasen der jeweiligen Länder, so hat Russland 10 im Ausland, während die USA je nach Quelle zwischen 662 und 900 besitzen, berichtet Politifact.

Quellen:
RT-Deutsch
Anonymus

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