Terror: Wir müssen mal reden

Als ich gestern morgen von den Anschlägen las, schoss mir unweigerlich Gladio durch das Gehirn. Diese geheime Nato-Truppe hatte mit einem sehr ähnlichen Terror bereits in den 70er und 80er Jahren die Bevölkerungen in Reih und Glied gebombt und terrorisiert. In diesem Artikel soll allerdings nicht die Frage geklärt werden wer hinter dem Terror in Brüssel steckt, sondern wem dieser in die Karten spielt. Die IS, ist es meiner Meinung nach nicht.

 

Lassen Sie mich zu Beginn einen Absatz aus dem Wiki-Eintrag zu Gladio zitieren, treffender könnte ich es auch nicht grafik_scheinregierungfomulieren:

 

„Schließlich fand er den Rechtsextremisten Vincenzo Vinciguerra, einen Ordine Nuovo-Angehörigen, der ein umfangreiches Geständnis ablegte: Er sei von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden und das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen. Ferner sagte er im Prozess: „Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um größere Sicherheit zu bitten. […] Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann.“

Wenn Sie noch über halbwegs intakte moralische Werte verfügen, dürfte Ihnen bereits die Galle in der Speiseröhre hinauf krabbeln. Die Grafik rechts zeigt ganz deutlich, welche „Scheinregierung“ an den Schalthebeln saß, spielte für den Gladio-Terror keine Rolle. Diese Einleitung soll auch nur dazu dienen, all jene ein wenig wach zu rütteln, die so etwas für unmöglich halten würden. Kommen wir zurück zum Topic.

Die Logik


Es steht zu vermuten, dass mit den unkontrollierten Flüchtlingsströmen, Menschen in Europa einsickern konnten die nicht das Beste im Sinn haben. Völlig unerkannt, könnten diese nun operieren.

Unzählige Ziele von hoher emotionaler Bedeutung könnten ausgekundschaftet und in einer koordinierten Aktion angegriffen werden. Es dauerte nicht lange nach den Explosionen und schon war der Schuldige ausgemacht, der IS. Nun versuche ich nachzuvollziehen, wie man auf die Idee kommen kann die am besten überwachten Orte eines Landes zu attackieren. Dazu gehören Flughäfen und Bahnstationen nun ohne Frage.

Warum sollte man genau dort angreifen, wo man selber notwendigerweise auf die Infrastruktur zurückgreifen muss? Es ist schließlich nicht unbedingt ein Klacks sich als Flüchtling mal eben einen Mietwagen oder auch ein Fahrzeug zuzulassen. Warum greift man nicht dort an, wo man den Westen wirklich im Mark trifft? Hier wären zu nennen Knotenpunkte des Internets, die Börsen, Versorgung wie Elektrizitätswerke oder Wasserwerke? Das ergibt einfach keinen wirklichen Sinn.

Eine weitere Frage ist, warum Belgien? In den Medien wird doch erklärt, wie wohl sich die Terroristen dort fühlen. Nur wegen einer Festnahme? Nein das erscheint mir irgendwie zu billig. Und mit seinen paar Fregatten und eben so 36.000 Soldaten ist Belgien auch kaum im „Kampf gegen den Terror“ aufgefallen. Hätte man die Europapolitik treffen wollen, wären da sicherlich effektivere Ziele zu finden gewesen.

Woher kommt der Terror?


Wer heute an einen Terroristen denkt, fällt sehr schnell zurück auf ein stark simplifiziertes Weltbild. Turban,langer Bart, Araber und Sprengsatz dürften die ersten Gedanken sein. Die Geburtsstunden des Terrorismus hingegen darf man auch ruhig an anderer Stelle suchen. Egal ob Taliban oder auch die Vorläufer des IS all diese Gruppen wurden von den Buddys jenseits des Atlantik aufgebaut, finanziert und benutzt um die eigenen Ziele zu erreichen.

Wie Per-Vers es in der Politik und bei den Geheimdiensten zugeht, zeigen nicht nur GLADIO, Operation Northwoods oder die Iran-Contra-Affäre. Todeslisten deren Umsetzung unabhängig vom Standort der „Ziele“ fast mechanisch abgearbeitet wird, gehören auch nicht unbedingt zum demokratischen Ton. Unter Anderem bewiesen die USA auch mit Cointelpro, das man es mit Gesetzen nicht so ernst nimmt.

Nun, wer ist denn nun Terrorist? Sind nicht zum Beispiel die USA seit ihrem Bestehen damit beschäftigt sich Regierungen in anderen Ländern so zurecht zu bomben, dass es ihnen passt? Anschläge auf Castro, Umstürze im Iran, Aufrüstung des Irak und so könnte man ewig weiter machen. All das sind nur Beispiele die offenkundig und belegt sind. Wie tief die Tentakel der Macht griffen kann sich kaum ein gesunder Mensch mit Empathie vorstellen.

Hier möchte man die Frage stellen, was war zuerst? Die Henne oder das Ei.

Die Konsequenzen


Das lässt sich relativ einfach darstellen. Mehr Überwachung, Zentralisierung von Personen- und Kommunikationsdaten, mehr Geheimdienste, höhere Etats und weniger Bürgerrechte und Freiheit. Ein europäischer Patriot-Act ist zum Greifen nahe und vollendet dann die sogenannte Europäische Sicherheitsagenda.

Wer glaubt das würde helfen und bezwecken den Terror zu bekämpfen, hat in meinen Augen ein Realitätsproblem. Lesen Sie nicht nach jedem Anschlag, „Die Täter waren den Behörden bekannt“? Jemand der es will, wird auch immer einen Weg finden, das ist sicher. Was es hier frei Haus gibt, ist ein Prison Planet. Ich warte noch auf die SChlagzeile, dass der Koffer für den Anschlag mit einer 500 Euro Banknote bezahlt wurde.

Einige Zitate:

Körperscanner an Flughäfen sind dagegen laut dem Experten wichtig. Sie spürten sowohl Schusswaffen als auch Sprengstoff auf: „Das ist die Zukunft.“
[…]
Als Konsequenz aus den Terroranschlägen in Brüssel hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière seine Forderung nach einem besseren Austausch sicherheitsrelevanter Daten in Europa bekräftigt.
[…]
Nach den Terroranschlägen von Brüssel verlangt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den Aufbau eines Ein- und Ausreiseregisters in Europa. „Wir müssen wissen, wer einreist, wer hier bleibt, wer abreist“, sagte Herrmann dem „Münchner Merkur“. „Das ist in den USA ganz selbstverständlich.
[…]
Die Europäische Kommission erklärte, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe am Morgen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Er besprach sich auch mit dem belgischen Premierminister Charles Michel, dem belgischen Innenminister, dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sowie EU-Staatspräsident François Hollande. Über den Inhalte der Gespräche wurde nichts mitgeteilt.[2]

Fazit: Gewalt, wird immer Gegengewalt erzeugen. Überwachung der Bürger sowie Einschränkung von Rechten und Freiheit wird niemals zum Ziel führen, es sei denn man hat andere Ziele. Die Strategie der Spannung läuft auf Hochtouren und bis zum Showdown zwischen den Kulturen liegt nur noch ein schmaler Grad. Geben Sie sich und die Freiheit nicht auf, diese zurückzuerlangen wird ein langer und mühsamer Kampf, der kaum zu gewinnen ist.

Quelle: IK-News

Teile mit ANDEREN die ANDERE Seite der Medaille:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Verwandte Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar